Land&Forst Betriebe
Vollversammlung Salzburg

Vollversammlug der Land&Forst Betriebe Salzburg

Zuversicht trotz Herausforderungen

Bei der Vollversammlung der Land&Forst Betriebe Salzburg standen Wirtschaftlichkeit, Kosten und Erträge im Mittelpunkt.

Mitte April fand in der Forstverwaltung Mayr-Melnhof die diesjährige Mitgliederversammlung der Land&Forst Betriebe Salzburg statt. Rund 30 im Landesverband vereinte Betriebe verantworten die Bewirtschaftung von etwa 55.000 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Fläche, wobei die Forstwirtschaft die prägende Betriebssparte ist. Nahezu alle Mitgliedsbetriebe folgten der Einladung von Obmann Johannes v. Schwarzenberg.

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen durch steigende Kosten und zunehmenden Druck wurde auch ein Fokus auf positive Entwicklungen gelegt. Besonders Initiativen wie die „Next Generation“, die die Jugend der Betriebe aktiv in die Branche einbinden, stärken die Zukunftsaussichten.

Starke Interessenvertretung als Schlüssel

Ein zentraler Hoffnungsträger ist die engagierte Interessenvertretung. Verbandspräsident Konrad Mylisus betonte die Bedeutung von Vereinfachungen statt zusätzlicher Belastungen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Auch politische Fortschritte, etwa das Ausbleiben neuer Steuern auf Eigentum oder Vermögen, konnten im Rahmen der Vollversammlung präsentiert werden.

Gleichzeitig bleibt klar: Die Branche muss sichtbar bleiben. Nur durch aktive Kommunikation kann sie ihre Anliegen in Politik und Gesellschaft erfolgreich vertreten.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der Ausbau der digitalen Präsenz. Mit über 500 Beiträgen auf Social Media und steigenden Besucherzahlen (+13 %) wächst die Reichweite der Land&Forst Betriebe kontinuierlich.

Darüber hinaus ist auch der österreichische Forstbericht für die Interessenvertretung von großer Bedeutung. Er bildet die Situation der Betriebe ab und stellt mit fundierten Daten ein wichtiges Instrument in der forstpolitischen Arbeit dar.

Anlass zur Zuversicht gibt die leichte Erholung der Ertragslage sowie die zufriedenstellende Nachfrage nach Holz bei stabilem Preisniveau für Nadelschnittholz. Positiv entwickelt hat sich auch der Trend zur Holzverwendung. Holz ist als Baustoff in der Stadt angekommen. Immer mehr öffentliche und private Bauprojekte, von Wohnanlagen bis hin zu Hochhäusern, setzen auf Holz.

Thematisiert wurde auch der zunehmende gesellschaftliche Druck durch bestimmte Gruppen. Deren Einstellungen zielen darauf ab, wirtschaftende Menschen aus Wald und Feld zu verdrängen. Dies betrifft alle Landnutzer, einschließlich der Jägerschaft, wie der amtierende Landesjägermeister Max Mayer-Melnhof aus seiner Erfahrung berichtete.

Nachhaltigkeit als gemeinsame Aufgabe

Die Land- und Forstwirtschaft steht heute im Spannungsfeld zwischen Ökologie, Wirtschaft und gesellschaftlichen Erwartungen. Der Wald liefert nicht nur Holz, sondern auch Lebensraum, Arbeitsplätze und wichtige ökologische Leistungen. Eines wird klar: Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist kein Widerspruch, sondern Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit.