Einforstungstag 2026: Rechtliche Klarheit nach Schadensereignissen

Wild- und Katastrophenschäden verändern nicht nur den Wald, sondern werfen auch anspruchsvolle rechtliche und betriebliche Fragen auf. Der Einforstungstag 2026 der Land&Forst Betriebe Österreich widmete sich daher dem Thema „Einforstungsrechte im Hinblick auf Schadenseinflüsse“.

Schadensereignisse können die Voraussetzungen für die Waldbewirtschaftung innerhalb kurzer Zeit grundlegend verändern. Neben der unmittelbaren Aufarbeitung und Wiederherstellung der betroffenen Flächen stellt sich die Frage, welche Auswirkungen solche Veränderungen auf bestehende Einforstungsrechte haben. Für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie für Einforstungsberechtigte sind dabei klare rechtliche Rahmenbedingungen und praxistaugliche Lösungen von besonderer Bedeutung.

Der Einforstungstag 2026 brachte Fachleute und Praktiker auf Schloss Murau zusammen, um diese Fragen aus rechtlicher und forstbetrieblicher Perspektive zu beleuchten. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Oberforstmeister DI Christian Bogensperger vom Forstbetrieb Murau.

Katastrophenschäden aus Sicht der Forstbetriebe

Neben den rechtlichen Grundlagen ging es beim Einforstungstag auch um die konkrete Bewältigung von Katastrophenschäden im Forstbetrieb. Oberforstmeister DI Christian Bogensperger vom Forstbetrieb Murau und Hubert Tarbauer vom Forstbetrieb Pongau brachten ihre Erfahrungen aus der Praxis ein.

Katastrophenschäden stellen Forstbetriebe vor vielfältige Herausforderungen. Innerhalb kurzer Zeit müssen Schäden beurteilt, Flächen gesichert und die weiteren betrieblichen Schritte geplant werden. Zugleich gilt es, bestehende Rechte und Verpflichtungen zu berücksichtigen. Der Austausch zwischen Rechtsexpertise und forstbetrieblicher Praxis ist daher eine wichtige Voraussetzung, um auch in solchen Ausnahmesituationen tragfähige Lösungen zu finden.

Fachlicher Austausch auf Schloss Murau

Organisiert wurde der Einforstungstag von Michael Müller-Fembeck, Verbandsjurist der Land&Forst Betriebe Österreich. Auch Generalsekretär Paul Ehgartner nahm an der Veranstaltung teil und nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Das gemeinsame Mittagessen im Brauhaus Murau bot Raum, um die aufgeworfenen Fragen weiter zu vertiefen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Betrieben auszutauschen. Eine Führung durch Schloss Murau bildete den Abschluss des Einforstungstags und gab den Teilnehmenden Einblicke in den besonderen Veranstaltungsort.

Der Einforstungstag 2026 machte deutlich, wie wichtig die Verbindung von rechtlicher Expertise und praktischer Erfahrung ist. Nur wenn beide Perspektiven zusammengeführt werden, können die komplexen Folgen von Wild- und Katastrophenschäden sachgerecht beurteilt und praxistauglich bewältigt werden.