Für eine praxistaugliche EU-Politik

Austausch im Europäischen Parlament:

Anliegen der Land- und Forstwirtschaft im Fokus

Im Europäischen Parlament in Brüssel hat unser Präsident Konrad Mylius gemeinsam mit Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst in Deutschland, zentrale Anliegen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in den politischen Dialog eingebracht. In Gesprächen mit den Europaabgeordneten Christine Schneider, Norbert Lins, Martin Häusling und Stefan Köhler wurde deutlich, wie entscheidend die aktuellen Weichenstellungen der EU für die Zukunft der Betriebe sind.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der europäischen Agrar- und Umweltpolitik. Besonders intensiv wurde die geplante Wiederherstellungsverordnung diskutiert. Der Verband hat dabei klar gemacht: Die angestrebten Ziele im Natur- und Klimaschutz können nur erreicht werden, wenn Regelungen praxistauglich ausgestaltet sind, die Dynamik des Klimawandels berücksichtigen und auf verlässliche Freiwilligkeit setzen. Einseitige oder zu starre Vorgaben würden hingegen die Bewirtschaftung erschweren und die Akzeptanz in der Praxis gefährden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Mehrjährigen Finanzrahmen sowie der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Hier wurde die Notwendigkeit eines starken Budgets unterstrichen, das Planungssicherheit schafft und den Betrieben verlässliche Rahmenbedingungen bietet. Gleichzeitig braucht es eine faire und nachvollziehbare Mittelverteilung auf Basis einheitlicher Standards innerhalb der Europäischen Union, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung eines funktionierenden europäischen Binnenmarktes hervorgehoben. Klare und kohärente Regelungen auf EU-Ebene sind unerlässlich, damit Betriebe unter vergleichbaren Bedingungen wirtschaften können. Die Gemeinsame Agrarpolitik sollte sich dabei konsequent auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und zielgerichtet weiterentwickelt werden.

Der Austausch in Brüssel macht deutlich: Die Interessen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe finden Gehör auf europäischer Ebene. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, den Dialog weiter zu intensivieren und politische Entscheidungen eng an der betrieblichen Praxis auszurichten.