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Wien, am 24.04.2003

Forstbetriebe sichern die Zukunft unserer Wälder

Forstbetriebe sichern die Zukunft unserer Wälder
Holzproduktion und Naturschutz nicht gegeneinander ausspielen

Kommende Woche treffen sich in Wien die Forstminister Europas. Gemeinsam mit einem Vertreter der Europäischen Union werden sie Vereinbarungen zur Zukunft der europäischen Wälder treffen. Der Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe begrüßt diese Zusammenarbeit. Eine vermehrte Holznutzung sollte zugunsten von Klimaschutz, Energie und Wirtschaft eine wesentliche Rolle spielen.

Die Minister bekennen sich in der Wiener Resolution zu einer wirtschaftlich und äkologisch nachhaltigen Forstwirtschaft. Dem nachwachsenden Rohstoff Holz soll eine noch größere Bedeutung zukommen. Gerade in der europäischen Union ist zur Absicherung dieser begrüßenswerten Ziele noch einiges in der Koordination der einzelnen Politikbereiche zu verbessern. "Noch immer werden von der Umweltgeneraldirektion Bewirtschaftungsauflagen und Schutzgebiete umgesetzt, ohne dies mit der nachhaltigen Rohstoffproduktion abzustimmen", sagt Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs. "Somit kann weniger Holz eingesetzt werden, seinen Platz nehmen Ressourcen verbrauchende Materialien wie Beton und Plastik ein." Das widerspricht dem Ziel einer umfassenden Nachhaltigkeit.

Keine Disney–Wälder
In Österreich hat sich das Konzept einer Forstwirtschaft bewährt, die viele Funktionen auf der gleichen Fläche vereint. So sind Wälder nicht nur Holz, sondern auch Erholung, Schutz und Lebensraum. Dass dies gelingt, beweist eine internationale Studie, wonach die heimischen Wälder zu zwei Drittel in einem naturnahen Zustand sind. "Wir bekennen uns weiter zu einer multifunktionalen Forstwirtschaft und lehnen eine Trennung in Plantagen, Schutz– und Erholungswälder sowie Disney–Forste ab", so Schenker. Eine fachkundige Bewirtschaftung ist unbedingt erforderlich – ohne Schutzwälder wäre in den Alpen fast kein Tal bewohnbar. Die ästerreichische Forst– und Holzbranche hat auch für die Wirtschaft eine große Bedeutung: sie war im Jahr 2001 mit über 2,5 Mrd. Euro neben dem Tourismus die Nummer Eins der Devisenbringer. Außerdem ist sie ein wichtiger Arbeitgeber für die Menschen im ländlichen Raum.

Im internationalen Zusammenhang fordern die Forstleute eine Abkehr von der oberflächlichen Diskussion mit Schlagworten wie Biodiversität oder Neobiota, deren Bedeutung niemand erklären kann. Stattdessen werden Konzepte benötigt, die auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt sind. Diese sollten auch auf jene Menschen Rücksicht nehmen, die für die Wälder sorgen. Die Forstwirtschaft erwartet auch mehr Toleranz bei der Wahl von Baumarten, um sich auf die Klimaveränderungen vorbereiten zu können. "Denn Waldbesitzer sind ortsgebunden, und müssen aber auf einem globalen Markt konkurrenzfähig bleiben", sagt Schenker.

Rückfragehinweis:
Kristin Dawes, Presse & Kommunikation, Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, Tel. 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@hvlf.at
 
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