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Wien, am 28.03.2003

Im Auwald ist der Bärlauch los!

PRESSEINFORMATION

Wien, 28. März 2003

Im Auwald ist der Bärlauch los!
Beim Sammeln des gesunden Krautes sollte man auf Verwechslungen achten

Nach dem langen, kalten Winter laden die frühlingshaften Temperaturen zu Spaziergängen in Parks und Wäldern ein. Wer jetzt Auen und Flusswälder durchwandert, findet große Mengen an Bärlauch. Die Pflanze gilt als besonders gesund und wird in der lokalen Küche gerne verwendet. Beim Pflücken sollte man jedoch auf Verwechslungen mit ähnlich aussehenden giftigen Gewächsen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose achten. Die Waldbesucher sollten zudem die Wildtiere und ihre Jungen nicht zu stören.

Die Bären suchen angeblich nach dem Winterschlaf dieses Kraut, um Magen, Darm und Blut zu reinigen. Auch beim Menschen eignet es sich für Entschlackungskuren; zudem gilt Bärlauch in der Volksmedizin als Mittel gegen Arteriosklerose und blutdrucksenkendes Mittel. Die Pflanze wächst wild in den schattigen, humusreichen Auen und Flusswäldern unseres Landes. "Durch die Nähe zu Flüssen und Bächen werden diese Wälder häufig überschwemmt", sagt Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe. "So werden ihre Böden mit besonders vielen Nährstoffen versorgt."
In den Alpen findet man den Bärlauch bis in Höhen von 1700 Meter. Er blüht in der Zeit von April bis Juni ? für die Verwendung sollten jedoch nur die jungen Blätter vor der Blüte geerntet werden. Die Pflanze wird 15–30 cm hoch, man erkennt sie leicht an ihrem typischen Geruch nach Zwiebel oder Knoblauch. Der "wilde Knoblauch" wächst nur örtlich in großen Mengen. Um die Bestände zu schonen, sollte man jeder Pflanze nur ein bis zwei Blätter entnehmen und die Zwiebeln auf keinen Fall ausgraben.

Auf Tiere Rücksicht nehmen
Dies ist auch für die Waldtiere wichtig, denn sie sind nach dem langen, kalten Winter auf der Suche nach Grünpflanzen. "Da Hasen, Rehe sowie die anderen Wildtiere jetzt ihre Brutzeit haben und Junge bekommen, sollten die Waldbesucher sie möglichst wenig stören", so Schenker. Man sollte den Bärlauch daher nur entlang von Wegen pflücken und nicht ins Gestrüpp gehen. Werden die Tiere gestört, flüchten sie von ihren Nestern ? Eier können dann nicht ausgebrütet werden, neugeborenes Wild wird verlassen. Um Unfälle zu vermeiden, sollten Spaziergänger auch forstliche Absperrungen beachten: diese sind notwendig, um schadhaftes Holz – wie etwa aus Schneebrüchen – aufzuarbeiten.

Beliebtes Küchenkraut
Der knoblauchähnliche Geschmack des Bärlauchs ist milder als beim Garten–Knoblauch und verursacht, in mäßigen Mengen genossen, keinen lästigen Geruch. Zum Würzen verwendet man den Bärlauch am besten frisch, da er beim Trocknen viel von seiner Wirkung verlieren kann. Die Blätter kann man roh unter anderem für Salate, Suppen, Saucen und Gemüse verwenden. Bärlauch sollte eigentlich nicht gekocht, sondern unter heiße Speisen roh gemischt werden.

Achtung vor Verwechslungen
Beim Pflücken des Bärlauches kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit entfernt ähnlich aussehenden Pflanzen, insbesondere das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose. Der Verzehr dieser Pflanzen kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen. Beiden Pflanzen fehlt jeder Knoblauchgeruch, die ?"hnlichkeiten mit dem Bärlauch sind nur oberflächlich bis gar nicht vorhanden.


Rückfragehinweise:
Kristin Dawes, Presse und Kommunikation, Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, Tel. 01/533 02 27–17, Mobil 0664/510 93 08,
e–mail: dawes@hvlf.at
 
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