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Wien, am 10.12.2002

Heimische Christbäume helfen Waldpflege

Heimische Christbäume helfen Waldpflege
Österreichs Forstbetriebe unterstützen SOS–Kinderdörfer

Am Weihnachtsabend werden 2,2 Millionen Christbäume in ästerreichischen Haushalten stehen. Nur 28 Prozent, meist ältere Menschen oder Singles, verzichten darauf. Der Großteil der Bäume stammt aus heimischen Kulturen; am beliebtesten ist die Nordmannstanne. Die Einnahmen finanzieren zu einem guten Teil die Waldpflege. Für Kinder ist Weihnachten ein besonderes Fest. Der Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftbetriebe HVLF unterstützt daher die SOS–Kinderdörfer mit Christbäumen.

"Wer einen Christbaum aus heimischen Kulturen aufstellt, bereitet sich damit nicht nur selbst eine Freude", sagt Präsident Stefan Schenker vom HVLF. "Denn die Einnahmen finanzieren zu einem Großteil die Waldpflege." Rund 1,7 Millionen Weihnachtsbäume werden gekauft, eine halbe Million verschenkt. 350.000 Christbäume werden importiert. Ein Wehrmutstropfen ist, dass immer noch annähernd 40.000 Bäume gestohlen werden. Denn oft werden gerade jene Jungbäume entwendet, die für die künftige Wertholzproduktion vorgesehen sind. Mit einem unbedachten Eingriff wird damit für den Waldeigentümer die Aufbauarbeit von 10–15 Jahren zunichte gemacht. Nur der Förster weiß, welche Bäume entnommen werden dürfen. Wer seinen Weihnachtsbaum selbst schneiden will, kann diesen direkt beim Forsthaus oder auf der Christbaumkultur in gewünschter Größe und Qualität auswählen. Dieses Service wird von Forstbetrieben in ganz Österreich angeboten.

Erfreulich ist, dass der Anteil der Plastik–Christbäume abnimmt. Waren es 1996 noch 100.000 Stück, so werden dieses Jahr nur rund 34.000 über den Ladentisch wandern. Künstlichen Christbäumen fehlt nicht nur der weihnachtliche Duft; sie entwickeln sich im Brandfall zu wahren Chemie–Bomben. In manchen Fällen kann dabei das hochgiftige Dioxin entstehen.

Christbaum–Spezialitäten
Mit fast 50 Prozent Marktanteil ist die Nordmannstanne der beliebteste heimische Christbaum. Es folgen Fichten und Tannen mit 23 Prozent sowie die Blaufichte mit zehn Prozent. Sehr selten und eine Delikatesse für Feinspitze sind die Wipfelstücke älterer Bäume, die im Winter für die Sägeholzproduktion gefällt werden: Im Gegensatz zu den 8 bis 10–jährigen Jungbäumen aus den Kulturen, sind diese Raritäten 80 bis 100 Jahre alt. In besonderen Glücksfällen hängen noch Zapfen an den Wipfelstücken. Die von Wind und Wetter geprägte Form mag für Laien zerrupft und zerzaust wirken. Der Kenner schätzt dieses Charakterstück jedoch wie das Bouquet eines alten Weines. Jeder Zweig erzählt Geschichten von einer Zeit, als die meisten Käufer noch gar nicht auf der Welt waren. Wipfelchristbäume sind nach wie vor eine teure Rarität, da sie handverlesen auf relativ weit verstreuten Flächen anfallen und einen hohen Arbeitsaufwand erfordern.

Ein Fest für Kinder
Weihnachten ist für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis. Doch nicht alle können dieses Fest gemeinsam mit ihrer Familie feiern. Denn sie haben ihre Eltern verloren oder können nicht mehr bei ihnen wohnen. In Österreich leben 850 Kinder und Jugendliche in SOS–Kinderdörfern, Jugendhäusern sowie Spezialeinrichtungen. Hier finden Buben und Mädchen ein dauerhaftes Zuhause und ein stabiles Umfeld. Die Kinder unterschiedlichen Alters wachsen wie Geschwister mit einer SOS–Kinderdorf–Mutter in einer Familie auf. Das Weihnachtsfest ist auch für sie untrennbar mit einem Christbaum verbunden. "Die ästerreichischen Forstbetriebe freuen sich daher, die Kinderdorf–Familien mit Christbäumen unterstützen zu können", so Schenker. Der HVLF dankt den Betrieben Mayr–Melnhof in Salzburg, Castell–Castell in Oberästerreich, Mayr–Melnhof und Liechtenstein in der Steiermark sowie Esterházy im Burgenland für ihre Spende.


Rückfragehinweis:
Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe HVLF
Mag. Kristin Dawes, Presse & Kommunikation, Tel. 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@hvlf.at
 
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