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Wien, am 20.08.2002

Hochwasser verursacht schwere Schäden in der Forstwirtschaft

Hochwasser verursacht schwere Schäden in der Forstwirtschaft
Für Wiederaufbau rasche und unbürokratische Hilfe notwendig

Die Wasserfluten der vergangenen Woche haben der heimischen Forstwirtschaft enorme Schäden zugefügt. Forstwege und Brücken wurden zerstört, Baumbestände unter Wasser gesetzt, Brennholzlager weggeschwemmt. Viele Wildtiere konnten den Wassermassen nicht entkommen und ertranken. In der Teichwirtschaft haben einige Betriebe ihren gesamten Fischbestand verloren. Der Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe fordert daher rasche und unbürokratische finanzielle Hilfe.

Die gesamte Höhe der Hochwasserschäden kann in der Forstwirtschaft derzeit niemand beziffern. Denn die Betriebe haben noch alle Hände voll zu tun, einen überblick über die Folgen der verheerenden Unwetter zu bekommen. Vor allem aber gilt es, die Schäden rasch zu beheben. „Wenn wir dies nicht machen, droht beim nächsten stärkeren Regen größte Gefahr“, sagt Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe. „Unsere Betriebe haben die Sofort–Maßnahmen aus eigener Tasche vorfinanziert. Da die Schäden jedoch bis zur Hälfte des Jahresumsatzes betragen, können die Betriebe die Kosten alleine nicht bewältigen. Die Behörden sind daher aufgefordert, rasch und unbürokratisch Unterstützung zu leisten.“ Außerdem sollten sie Schadensschätzungen auch im Nachhinein akzeptieren. Für den Wiederaufbau der Forstwirtschaft sind zudem Gelder aus den EU–Strukturmitteln erforderlich.

Infrastruktur vieler Forstbetriebe zerstört
Die Schäden sind enorm: so rissen im Enns–und Almtal die Gebirgsbäche Brücken und ältere Forstwege mit, die für die Bewirtschaftung des Waldes notwendig sind. Diese Einrichtungen müssen neu gebaut werden. Neuere Forststraßen konnten den Wassermassen besser standhalten. Denn sie werden nach dem neuesten Stand des Straßenbaues errichtet. Im Waldviertel setzten Donau und Kamp die Betriebe völlig unter Wasser. Hier wurden junge Forstkulturen zerstört, Folgeschäden erwartet man auch in älteren Waldbeständen. Mit einem wesentlichen Umsatzverlust rechnet man beim Brennholz, das üblicherweise bis zur Heizsaison im Wald lagert: hier wurden große Holzmengen von den Fluten weggeschwemmt. Auf den Säge– und Industrieholzmarkt wird das Hochwasser keine Auswirkungen haben.

Tierwelt stark betroffen
Existenziell bedroht sind vor allem Betriebe im Waldviertel mit dem Schwerpunkt auf Teichwirtschaft. Denn durch die Wasserfluten gingen die Teiche über, viele wurden weggerissen. Der Fischbestand ist damit unwiederbringlich verloren. Auch die Flußfischerei ist stark betroffen: Denn die Gewalt des Wassers formte neue Flüsse, die große Teile der Fische mit sich nahmen. Das Hochwasser hat auch vielen Wildtieren das Leben gekostet. In einigen Gebieten starben so gut wie alle Hasen, Dachse, Füchse und Fasane. Denn sie hatten keine Chance, sich vor den Wasserfluten zu retten.


Rückfragehinweis:
Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs
Mag. Kristin Dawes, Presse & Kommunikation, Tel: 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@hvlf.at
 
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