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Wien, am 18.07.2002

Naturnahe Forstwirtschaft dämpft Gewitterschäden

Naturnahe Forstwirtschaft dämpft Gewitterschäden
Wald hat noch Schlimmeres verhindert

In der tropisch schwülen Wetterlage der vergangenen Tage kam es in Österreich zu heftigen Gewittern mit lokal außergewöhnlichen Regenmengen. Schon jetzt scheint klar, dass das heurige Jahr bei der Unwetterhäufigkeit im historischen Spitzenfeld liegt. Die entstandenen Schäden wären jedoch ohne naturnahe Waldwirtschaft wesentlich höher, so der Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe.

Die Forstexperten des HVLF stellen fest, dass der an sich erwünschte Regen in zu hoher Menge, auf sehr kleinem Raum und in kurzer Zeit niedergeht. An manchen Stellen der Obersteiermark wurden 80 bis 100 Liter pro m? innerhalb von wenigen Stunden gemessen. „Auch der beste Waldboden kann diese Wassermengen nicht mehr aufnehmen“, sagt Stefan Schenker, Präsident des HVLF. Die entstandenen Schäden hätten jedoch noch größer sein können: Dies konnte jedoch durch die naturnahe Waldwirtschaft verhindert werden. Ohne Wald und fachgerechter Bewirtschaftung im Einzugsgebiet von Bächen würde die 10fache Menge Wasser ungehindert an der Oberfläche abfließen.

Wasser kann besser versickern
Dank schonender Holzerntemethoden, natürlicher Verjüngungsverfahren und gezieltem Humusaufbau haben die Forstexperten die Aufnahmefähigkeit der Waldböden für Wasser erhöht. Früher wurden Laub und Nadeln als Einstreu für die Viehställe verwendet. Heute verbleiben sie am Waldboden. So können Baumnadeln und Blätter in Humus umgewandelt werden. Je intensiver der Boden durchwurzelt ist und je mehr Bodenleben und Humus vorhanden ist, umso größere Mengen Wasser kann der Boden aufnehmen. Damit im Untergrund möglichst viel Niederschlag versickern kann, vermeidet man zudem ein starkes Beweiden des Waldes durch Rinder oder das Befahren mit veralteten Maschinen. Denn dadurch würde der Boden verfestigt werden. Der ästerreichische Waldbericht 2001 bestätigt, dass heute auf über 50 Prozent der Waldfläche mit Naturverjüngung gearbeitet wird. 2/3 des ästerreichischen Waldes sind heute naturnah.

Im aktuellen Bericht des weltweiten Wissenschafterforums zum Klimawandel (IPCC) werden die derzeitigen Wetterextreme als Folge des Treibhauseffektes beschrieben. Zudem sagen die Verfasser ein weiteres Ansteigen von Katastrophen voraus. „Da die Land– und Forstwirtschaft im Freien betrieben werden muss, sind wir von den Klimakapriolen unmittelbar betroffen. Wir fordern daher eine ehrliche CO2 Reduktion.“ so Schenker.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs (HVLF)
Dipl.–Ing. Stefan Schenker, Präsident des HVLF, Mobil: 0664/260 00 28
 
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