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Wien, am 18.11.1999

Natura 2000: Start der Naturschutzprojekte im Joglland

Joglland ? (18.11.1999) Das steirische Joglland wurde nach Brüssel als Natura 2000–Gebiet gemeldet. Im Rahmen von Vortragsveranstaltungen in dieser Woche hatten die Grundeigentümer dieses Gebietes nun die Möglichkeit, sich über Chancen und Konsequenzen zu informieren. Rund 400 betroffene Bauern kamen. 40 davon meldeten ihren Betrieb als Referenzbetrieb an.Natura 2000: Start der Naturschutzprojekte im Joglland
Utl.: Joglland hat mit 40 Referenzbetrieben Vorreiterrolle für Österreich
Der Verein BIOSA und die Firma Bogner & Golob zeigten in den Gemeinden Waldbach, Vorau, Ratten, und Friedberg Wege auf, wie die konkrete Umsetzung der europäischen Naturschutzvorgaben aussehen könnte. Der Grundgedanke dabei ist die Einbindung der Grundeigentümer in die Entscheidungsprozesse und die Erarbeitung praktisch umsetzbarer Lösungen. Die daraus erworbenen Erkenntnisse sollen in weiterer Folge auf das gesamte Natura 2000–Gebiet u.a. über das Instrument des Vertragsnaturschutzes angewendet werden.
Eine vertragliche Bindung über größere Zeiträume ist in dieser ersten Phase des Projektes jedoch noch nicht vorgesehen. Die Teilnahme beruht ausschließlich auf freiwilliger Basis.
Grundsätzliches Ziel der EU–Richtlinie ist es, bereits bestehende äkologische Besonderheiten zu erhalten. Die Tatsache, daß 45.000 ha im Joglland nach Brüssel gemeldet wurden, weist auf einen bereits bestehenden, optimalen Erhaltungszustand hin, so daß nicht mit größeren Veränderungen zu rechnen sein wird.
Die Bauern stehen den Vorgängen kritisch, aber nicht ablehnend gegenüber. Mehrfach wurde der Wunsch nach Integration bereits bestehender Projekte angesprochen, etwa jene Maßnahmen, die zur Stärkung des ländlichen Raumes (z.B. im Tourismusbereich) bereits gestartet wurden. Die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen bleibt eine nicht konkret beantwortbare Frage. Daraus leitet sich u.a. die politische Forderung nach Beteiligung aller Gesellschaftsgruppen ab. Die Schaffung eines Fonds, der von Handel, Gewerbe und öffentlichen Geldgebern gespeist wird, wurde angeregt. Es soll sich dabei nicht um Förderungen im herkömmlichen Sinne handeln, sondern viel mehr um Abgeltung erbrachter Naturschutz – Leistungen bzw. Einkommenseinbußen. Je mehr Betriebe zur Zusammenarbeit bereit sind, um so gerechter werden außerdem die zu erarbeitenden Vorgaben für die gesamte Region sein.
Einer der ansässigen Bauern brachte es auf den Punkt: "Es ist besser, freiwillig mitzumachen und mitzubestimmen als irgendwann einmal vor unverrückbare, vollendete Tatsachen gestellt zu werden." Um eben diese Mitsprache der Grundeigentümer zu gewährleisten, finanzieren das Bundesministerium für Land– und Forstwirtschaft, Bundesministerium für Umwelt, Land Steiermark und Land Burgenland diese Pilot – Projekte.
Ansprechpartner:
BIOSA – Biosphäre Austria
DI Renate Meister; Tel. 01/533 02 27/13
Büro für Ökologie und Landwirtschaft
Bogner & Golob; Tel. 0463/21 83 89
Pressebetreuung: Mag. Hermine Wittmann; Tel. 01/533 02 27/19
 
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