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Wien, am 23.09.1999

Forstbesitzer weisen Prinzhorn–Unwahrheiten zurück

Wien – Prinzhorn attackiert in der Fernsehkonfrontation mit Wolfgang Schüssel
Österreichs Großforste. Fakten aus dem parlamentarisch geprüften Forstbericht beweisen die gerechte und sinnvolle Aufteilung der Fördergelder.
Aus dem jährlich erscheinenden Forstbericht geht eindeutig hervor,
daß Betriebe über 500 ha lediglich 1,2 % aller Einnahmen in der Holzproduktion aus
Fördertöpfen beziehen. Gefördert werden ausschließlich Maßnahmen, die im Prinzip öffentliches Interesse haben und aus dem Forstertrag nicht finanzierbar sind. Diese Fördergelder sind somit nicht einkommenswirksam, sondern decken lediglich – und das nur teilweise – die Kosten für notwendige Maßnahmen ab (Verbesserung der Waldstruktur, Aufschließungskosten, Aufforstung u.ä.)
Mit diesen Förderungen soll also u.a. gewährleistet werden, daß der Wald in seiner Wohlfahrts– und Erholungsfunktion für die Bevölkerung optimal erhalten wird.
Darüber hinaus gilt es zu berücksichtigen, daß in den 1,2 % der Fördereinnahmen
auch Gelder aus dem Katastrophenfonds (etwa bei Hochwasserschäden) eingerechnet sind.
Auch der Vorwurf, daß "die Förderpolitik nur den Großen zugute kommt", ist leicht zu entkräften: Gefördert werden prinzipiell nur 20 ha pro Betrieb und Jahr. Daß Kleinbetriebe (etwa unter 20 ha) in Relation mehr an Förderung beziehen als Großbetriebe, liegt dabei auf der Hand.
Als Brancheninsider weiß Prinzhorn sehr genau, daß die großen Forstbetriebe nur geringere Teile des Fördertopfes erhalten. Gleichzeitig sind gerade diese Forste dringend benötigte und verläßliche Partner und Zulieferer der Industrie.
Die bewußte Besudelung dieser Partner durch billige Wahlkampfschreierei kann
nicht toleriert werden.
Der Vorwurf "die großen Forstbetriebe bekommen so viel Geld, daß sie eigentlich gar nicht mehr arbeiten müssen" ist nicht zuletzt auch ein massiver Affront gegen die vielen in diesem Bereich tätigen Menschen.
Rückfragehinweis: Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe
Präsident DI Stefan Schenker
Mobil 0664/2600028 oder

Presseabteilung: Mag. Hermine Wittmann Tel. 01/533 02 27
Forstbesitzer weisen Prinzhorn–Unwahrheiten zurück
Utl.: Lediglich 1,2 % aller Umsätze im Großforst sind Förderungen
 
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