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Wien, am 22.08.2000

Großbauernopfer wären überwiegend Umweltopfer

Großbauernopfer wären überwiegend Umweltopfer
Montecuccoli: Geplante Budgetmaßnahmen gefährden 50% der österr. Bauern

(Wien, 22.8.2000) ? Vizekanzlerin Riess–Passer fordert Sparmaßnahmen bei den Großbauern. Doch die agrarischen Zahlungen sind echte Leistungsentgelte und Ausgleichszahlungen für Preisreduktionen. Merkliche "Budgetwirksamkeit" kann erst durch den Ruin von 50 % der Bauern erreicht werden.

Die größeren landwirtschaftlichen Betriebe sind von den agrarpolitisch gewollten Preisreduktionen genauso betroffen, wie kleine Betriebe. Auch die Umweltleistungen werden von Großbetrieben mindestens in demselben Ausmaß erbracht wie von Kleinbetrieben. Darüber hinaus ist erwiesen, daß größere Betriebe weniger intensiv wirtschaften und damit schonender arbeiten. Zur Qualitätssicherung tragen Großbetriebe mehr bei als Nebenerwerbslandwirte und sichern zudem die heimische Versorgung. Nicht – wirtschaftliche Leistungen in der Natur und Kulturlandschaft (z.B. Biotop – Pflege, Grundwasserschutz u.ä.) können von Betrieben mit höherer Bewirtschaftungsfläche großräumiger erbracht werden.
Gerade diejenigen, die sonst die Leistungsgesellschaft fordern, wollen nun bei den landwirtschaftlichen Ausgleichszahlungen plötzlich das Leistungsprinzip durchbrechen.
Mit "sozialer Treffsicherheit" sollen nach dem Willen der Vizekanzlerin einige wenige diskriminiert und ausgegrenzt werden. Gerade die größeren Betriebe in der Landwirtschaft sind jedoch Österreichs Chance auf globalen Märkten und in einer nach Osten erweiterten Europäischen Union.
"Die Diskriminierung einzelner Landwirte bei den Transferleistungen kann das Budget nicht einmal im Ansatz retten. Um Budgetwirksamkeit zu erreichen, müßten zumindest die Hälfte aller Bauern durch Einsparungen treffsicher ruiniert werden." betont der Obmann des Verbandes landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich, Dipl. Ing. Felix Montecuccoli.

Die bestehende Modulation (Größenstaffelung) in den ÖPUL – Prämien bringt lediglich
10 ? 15 Mio. Schilling für das Budget ? den notwendigen Verwaltungsaufwand gar nicht eingerechnet. Eine willkürliche Umsatzreduktion ist ein unüberlegtes Spiel mit der Existenz von Wirtschaftsbetrieben und Arbeitsplätzen. Agrarische Transferzahlungen sind ein Teil der betrieblichen Erträge. Eventuelle Gewinne werden progressiv besteuert. Die willkürliche Kürzung von Leistungsentgelten ist das ungeeignetste Mittel zur Umverteilung.

Die Modulation der Umweltprämien markiert den Anfang einer neuen Agrarpolitik.
"Wer jetzt schadenfroh ist, kann morgen schon das nächste Opfer sein. Österreich wird sich überlegen müssen, ob es ein landwirtschaftliches Freilichtmuseum werden will oder auch in Zukunft einige konkurrenzfähige Sparten und Betriebe erhalten möchte. Wir erwarten die Diskussion über Gunstlagenlandwirtschaft auf europäischer Ebene noch vor Ablauf der Agenda 2000 in Zusammenhang mit einer bevorstehenden Osterweiterung" ergänzt Montecuccoli.

Rückfragehinweis: Verband landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich; Presseabteilung, Mag. Hermine Wittmann; Tel. 01/5330227/19

 
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