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Wien, am 22.05.2014

Geringe Schäden durch Sturmtief „Yvette“

Utl.: Aktuell differenzierter Holzmarkt in Österreich

(Wien, am 21. Mai 2014) Das Sturmtief „Yvette“ hat zu den „Eisheiligen“ in der vergangenen Woche heftige Stürme und kräftige Niederschläge mit sich gebracht. Davon waren vor allem der Alpenost- sowie der Alpennordrand betroffen. Die Intensität der Stürme war jedoch geringer als aufgrund der Wetterprognosen zu befürchten war. „Mit wenigen Ausnahmen wurden wir von flächigen Windwürfen verschont. Die Stürme der letzten Woche haben keine überregionalen Auswirkungen“, entwarnt DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. „Nach Angaben des Bundesministeriums für ein lebenswertes Österreich wird die Schadholzgesamtmenge auf maximal 150.000 Festmeter geschätzt, diese verteilt sich auf mehrere Bundesländer und hat somit kein marktstörendes Ausmaß erreicht“, ergänzt Präsident Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und Holzwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich.

Auch wenn „Yvette“ überschaubare Schäden im Wald hinterlassen hat, ist der Holzmarkt in Kärnten und der Steiermark wegen des Zusammentreffens mehrerer Faktoren angespannt. Ausgehend von einer regen Nachfrage nach Rundholz im gesamten vergangenen Jahr haben die Waldbesitzer die optimalen Rahmenbedingungen im Winter zur verstärkten Holzernte genutzt. Zu diesem starken Angebot kommen nun zusätzliche Mengen aus dem im Februar eingetretenen Eis- und Schneebruchereignis in Slowenien und Oberkärnten. Die Schäden in Kärnten sind bereits zu rund 60% aufgearbeitet, aus Slowenien werden aber noch in den nächsten Monaten sowohl Industrie- als auch Nadelsägerundholz und auch Energieholzsortimente auf den heimischen Markt drängen. Im Bereich des Nadelindustrieholzes wird die Situation durch ungeplante und länger andauernde Produktionsausfälle großer Abnehmer wie z.B. dem Standort Pöls verstärkt. Generell sind die Holzlager vorübergehend voll. Dies auch im Bereich der Energieerzeuger, weil der milde Winter zu einem deutlichen Minderverbrauch an Energieholz geführt hat. Im Gegenzug laufen bei Pellets Einlagerungsaktionen, um den Absatz anzukurbeln.

In den anderen Bundesländern hat sich der Holzfluss nach ebenfalls sehr starken Holzernteaktivitäten im ersten Quartal wieder normalisiert, noch vorhandene Waldlager sollten bis Ende Mai aufgelöst sein. Die Sägewerke produzieren auf einem hohen Niveau. Es drängen jedoch Holzmengen aus dem Süden Österreichs und aus der benachbarten Slowakei, das vom Sturmtief „Yvette“ stärker betroffen war, auf den Markt.

„Das erzeugte Rundholz sowie die Schadholzmengen müssen nun raschest aus dem Wald abtransportiert werden. Alle Möglichkeiten marktentlastender Holzlagerungen müssen daher bestmöglich ausgeschöpft werden“, appelliert Präsident Montecuccoli an die Holzindustrie und erwartet sich eine Abnahmegarantie für Waldbesitzer, die Plätze für die Lagerung von Industrieholz bereitstellen. „In der aktuellen Situation sollte sich die Holzernte auf die Aufarbeitung von Schadholz konzentrieren. Normalnutzungen sollten nach Möglichkeit aufgeschoben werden“, empfiehlt Präsident Titschenbacher abschließend.

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
DI Martin Höbarth
Tel. 01/534418592; E-Mail: m.hoebarth@lk-oe.at

Land&Forst Betriebe Österreich
DI Bernhard Budil
Tel. 01/5330227; E-Mail: budil@landforstbetriebe.at
 
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