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Wien, am 28.02.2014

MONTECUCCOLI: Wetterkapriolen verursachten regionale Waldschäden

Utl.: Gesamter Holzmarkt bleibt davon grundsätzlich unbeeinflusst

(Wien, am 28. Februar 2014) Aufgrund von regionalen Kalamitäten sind in diesem Winter vor allem im Süden Österreichs, Slowenien und Kroatien sowie im nordeuropäischen Raum größere Waldschäden eingetreten. Die Schadholzmengen in den betroffenen Regionen beeinflussen den europäischen Holzmarkt grundsätzlich nicht. Nachgefragte Holzsortimente können zuverlässig bereitgestellt werden.

„Großflächige Kalamitäten blieben glücklicherweise in Österreich aus. Doch regional verursachten die Wetterkapriolen durchaus nennenswerte Waldschäden. Enorme Neuschneemengen, schwerer Eisanhang und lokale Sturmböen haben besonders in den Wäldern der südlichen Bundesländer Österreichs sowie in unserem Nachbarland Slowenien und auch in Kroatien ihre Spuren hinterlassen. In Österreich sind vor allem die Bereiche Ober- und Mittelkärnten, Osttirol und in der Steiermark der Bereich Graz Umgebung und Deutschlandsberg betroffen. Auch aus Südtirol liegen Schadensberichte vor. Slowenien ist mit Schäden im Ausmaß eines Jahreseinschlages, der bei 3 bis 4 Millionen Festmetern liegt, betroffen. Schwer geschädigt wurde auch der südwestliche Teil Kroatiens, wo mit einer Schadenshöhe von 50 Millionen Euro gerechnet wird. Der Schadholzanteil wird dort auf bis zu 4 Millionen Festmeter geschätzt. Der Nassschnee zersplitterte vor allem Laubbäume“, berichtet DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

„In Österreich ist die konkrete Schadenshöhe und -menge noch nicht bezifferbar, da aufgrund der Schneemengen die Forstleute erst langsam in ihre Wälder vordringen können. Gewiss ist, dass beim Schadholz der Anteil der wertvollen und für die Sägeindustrie verwertbaren Holzsortimente deutlich unter der üblichen Menge liegt. Das gebrochene Holz findet vorwiegend als Energieholz Verwendung. Diese ungünstige Sortimentsstruktur beschert den betroffenen Waldbesitzern und Forstbetrieben Ertragseinbußen. Vor allem auch frisch durchforstete Bestände sind durch den Schnee- und Eisbruch in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist die Situation für jene Betriebe besonders prekär, die in den letzten Jahren in Durchforstungsinitiativen investiert haben“, beschreibt MONTECUCCOLI die Situation in den betroffenen Gebieten und ergänzt: „Insbesondere Slowenien und Kroatien werden aus Österreich mit forstlichem Know-how unterstützt. Darüber hinaus sollte die österreichische Säge-, Platten-, Papier- und Zellstoffindustrie in der Lage sein, auch ausländische Holzmengen abzunehmen.“

„Zwiespältig erscheinen die Umstände in Nordeuropa: Auf der einen Seite konnte aufgrund des fehlenden Frostes und des Schneemangels zu Winterbeginn die Holzernte nicht voll anlaufen. Auf der anderen Seite verursachten im Dezember Stürme in Finnland, Schweden und Norddeutschland regional erhebliche Waldschäden. Diese Schäden werden jedoch in Schweden und Finnland nur mit etwa 20 Prozent des Jahreseinschlages geschätzt. Trotz der Kalamitäten sollte sich der gesamteuropäische Rund-, Schnitt- und Industrieholzmarkt stabil halten, da die verfügbaren Holzmengen im üblichen Produktionsprozess gut integrierbar sind“, fasst der Präsident die europäische Situation zusammen.

Drohende Borkenkäfergefahr: Wettlauf mit der Zeit beginnt
Um einer Borkenkäfer-Massenvermehrung entgegenzuwirken, beginnt jetzt regelrecht ein Wettlauf mit der Zeit. Die von Waldschäden betroffenen Waldbesitzer und Forstbetriebe müssen mit den Aufräumarbeiten beginnen sobald der Schnee schmilzt. Dabei sind auch die durch Kronenbrüche geschädigten Bäume, aus Forstschutzgründen rasch zu ernten. Die Aufräumarbeiten des Schadholzes, die obendrein sehr gefährlich sind, verursachen hohe Kosten, da die Betriebe ihre ursprüngliche Ernteplanung anpassen müssen. Zusätzlich fallen für die erforderlichen waldbaulichen Maßnahmen wie Wiederaufforstung, Pflegemaßnahmen und das Reparieren von Wegen für die Betriebe außergewöhnliche finanzielle Belastungen an.

Trotz regionaler Kalamitäten werden Holzsortimente zuverlässig geliefert
„Die regionalen Kalamitäten im Süden Österreichs beeinflussen den gesamten Holzmarkt grundsätzlich nicht. Die Aufarbeitung des Schadholzes wird in bewährter Weise mit den Marktpartnern abgestimmt werden. Darüber hinaus erfolgt ein Ausgleich mit nicht betroffenen Forstbetrieben und Waldbesitzern. Denn der wetterbegünstigte Norden Österreichs konnte, abgesehen von Einschränkungen durch den fehlenden Frost, planmäßig mit der Waldarbeit und der geplanten Holzernte beginnen. Die heimischen Waldbesitzer und Forstbetriebe sind daher weiterhin verlässliche Partner für die Holzindustrie“, so Präsident MONTECUCCOLI abschließend.

(Schluss)
 
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