LAND & FORST LOGO :: Natur Nützen. Natur Schützen.
LAND & FORST LOGO :: Natur Nützen. Natur Schützen.
 HAUPT-MENÜ
 

Alle Presseaussendungen

2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002 | 2001 | 2000 | 1999

Wien, am 18.09.2013

Land&Forst Betriebe fordern nachhaltiges Steuermodell

Utl.: Vermögenssteuern sind leistungsfeindlich, unsozial und umweltgefährdend

„Die Kulturlandschaft Österreichs, der intakte und gesunde Lebensraum, die hochwertigen Lebensmittel, der Roh- und Wertstoff Holz und die Wertschöpfung sind Ergebnis der über Generationen gelebten, nachhaltigen Landbewirtschaftung. Die Basis dafür sind sicheres Eigentum, stabile staatliche Rahmenbedingungen und intakte Familien mit gesicherter Generationenfolge. Doch mit weiteren Vermögenssteuern zieht ein Sturm auf, der die nachhaltige Landbewirtschaftung zu entwurzeln droht. Die leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft, die eine unentbehrliche Grundlage für eine Vielzahl von Wirtschaftszweigen und Lebensbereichen wie zum Beispiel Lebensmittelindustrie, Tourismus oder Energiewirtschaft ist, wird dadurch gefährdet. Nachhaltiges Wirtschaften funktioniert nicht ohne gesichertes Eigentum“, warnt DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, vor Vermögenssteuern, die nicht nachhaltig sind und ergänzt: „Vermögenssteuern sind Landraub im 21. Jahrhundert. Wir lehnen Vermögenssteuern strikt ab. Wir müssen erst Erträge erwirtschaften, dann können wir auch nachhaltig Steuern zahlen.“

Vermögenssteuern sind leistungsfeindlich
Es ist eine Illusion zu glauben, Grundvermögen mache den Besitzer täglich reicher. Vermögenssteuern greifen in die Substanz und führen zu einem Abbau volkswirtschaftlicher Grundlagen. Sie bestrafen diejenigen, die etwas leisten, um sich etwas zu schaffen. Tatsache ist: Vermögen stellt gespeichertes Eigentum dar. Dieses wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt vergleichsweise hoch versteuert und auf dessen Konsumation für die nächste Generation und im Sinne der Nachhaltigkeit verzichtet.

„Um Grund und Boden als Betriebsbasis für unsere Enkelkinder langfristig zu erhalten, ernten die Land- und Forstwirte nur den Zuwachs. Von den daraus erwirtschafteten Erträgen werden Steuern bezahlt, wie von jedem anderen Bürger auch. Gewinne, die über den Bedarf der Familie hinausgehen, ermöglichen neue Investitionen und schaffen damit auch Wertschöpfung in der Region. Daran könnte sich auch der Staat ein Beispiel nehmen, indem er das Leistungsprinzip in den Vordergrund stellt und Leistungsanreize schafft. Volkswirtschaftlich nachhaltig ist nur die Besteuerung von Einkommen, Erträgen und Verbrauch. Jeder leistet nach seinen persönlichen Möglichkeiten und trägt so einen Teil zur Finanzierung des Staates sowie der Solidaritätsgemeinschaft bei. Jeder Staatsbürger, der vom Staat etwas erwartet oder bekommt, wie zum Beispiel zivile Sicherheit, Infrastruktur oder Rechtssicherheit, soll auch etwas dazu beitragen“, so Präsident MONTECUCCOLI.

Vermögenssteuern sind unsozial
„Die Vermögenssteuer trifft vor allem Grund- und Hausbesitzer, die Verantwortung für die österreichische Landschaft tragen, den ländlichen Raum sichern und Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen schaffen. Wohnhäuser sind Heimat für die Besitzer und nicht Spekulationsobjekte. Grundbesitz und Häuser können nicht wie ein Teppich oder Schmuck zusammengepackt und in ein anderes Land übersiedelt werden. Die sogenannte „Millionärssteuer“ führt daher zu Arbeitsplatzverlusten im ländlichen Raum und trifft genau jene Schicht, die eigentlich davon profitieren sollte. Es ist zentrale Aufgabe des Staates, die Möglichkeit des Schaffens von Eigentum und das freie und unbelastete Vererben sicherzustellen und zu schützen. Denn nur Eigentum und Familie garantieren nachhaltiges Wirtschaften sowie Wertschöpfung aus dem Land und im Land. Sie sind damit ein wichtiger volkswirtschaftlicher Faktor“, erklärt der Verbandspräsident.

Vermögenssteuern gefährden die Umwelt
„Österreich ist international Vorreiter in der nachhaltigen Landbewirtschaftung. Familienbetriebe in der Land- und Forstwirtschaft erbringen durch verantwortungsbewusstes und multifunktionales Wirtschaften auch eine Vielzahl an unentgeltlichen Drittleistungen (die Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung des Waldes; Erhalt von Boden-, Wasser- und Luftqualität; Klimaausgleich) und gewährleisten die hohe Lebensqualität in Österreich. Vermögenssteuern würden unsere Heimat und Landschaft zerstückeln. Eine multifunktionale ökologische Bewirtschaftung auf ein- und derselben Fläche wird damit unmöglich. Dies würde das gesamte Ökosystem gefährden und umweltpolitische Maßnahmen wie zum Beispiel den Ausbau von erneuerbarer Energie oder weitere Naturschutzleistungen unmöglich machen“, warnt DI Felix MONTECUCCOLI, vor einer Zerschlagung der österreichischen Land- und Forstwirtschaft durch Vermögenssteuern.

Etikettenschwindel Erbschaftssteuer
Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde 2008 zwar formal abgeschafft. Die Belastung bei der Generationenübergabe wurde jedoch in Summe seither deutlich darüber erhöht. Das Aufleben und die Erhöhung der Grunderwerbssteuer, die massive Erhöhung der Grundbucheintragungsgebühr und die Einführung der Immobilienertragssteuer bewirken eine Vervielfachung der Abgabenlast bei innerfamiliärer Übergabe.

Mit Vermögenssteuern wird die österreichische Heimat und Identität verkauft
Vor allem im Bereich der Urproduktion führt eine Vermögensbesteuerung häufig zu sukzessiver Enteignung. Vermögenssteuern sind staatlicher Landraub im 21. Jahrhundert, dem ein Ausverkauf von Grund und Boden folgt. Sie entsprechen nicht einer modernen und nachhaltigen Steuerpolitik, die dem Wirtschaftsgrundsatz „Erträge nutzen und Substanz erhalten“ gerecht werden. „Die Politik fordert heute von Banken – und die Banken von Unternehmen – ein hohe Eigenkapitalausstattung zu Stabilisierung des Wirtschafts- und Geldsystems. Vermögenssteuer sind genau das Gegenteil!“, so der Verbandspräsident.

Haushaltssanierung vor neuen Steuern
„Vor diesem Hintergrund fordern wir von der nächsten Regierung eine seriöse Haushaltssanierung. Dabei muss an erster Stelle stehen, die Staatsaufgaben neu zu überprüfen und Einsparungsmaßnahmen in Verwaltung und diversen Politikprozessen wahrzunehmen. Dringend notwendige Reformen im Sinne des Generationenvertrages wie Pensions-, Gesundheits-, Sozial- und Bildungsreform müssen endlich umgesetzt werden. Erst dann sind die zur Sicherung des Haushaltes notwendigen Steuermodelle unter der Prämisse Ertrags- vor Substanzsteuern anzupassen. Zudem brauchen die heimischen Landbewirtschafter ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen Steuerpolitik, die weiterhin Eigentum sichert, den Wert der Familie erhält und stabile staatliche Rahmenbedingungen gewährleistet“, konkretisiert Präsident MONTECUCCOLI die Erwartungshaltung der österreichischen Land- und Forstbetriebe.

Link zur APA-Fotogalerie: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4602/seite/1
 
Land&Forst Betriebe Österreich  |  ​ Schauflergasse 6, A-1010 Wien  | T +43 1 533 02 27  | F +43 1 533 21 04  |  ​ Impressum
© Land&Forst Betriebe Österreich
Schauflergasse 6, A-1010 Wien  |  T +43 1 533 02 27  |  F +43 1 533 21 04
Inhalt von http://www.landforstbetriebe.at; Stand vom Di 19 Jun 2018 18:38:54 CEST