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Wien, am 02.05.2013

Montecuccoli: Holzversorgung durch Forstbetriebe gesichert

Utl.: Rohstoff Holz spielt auch in der Bioenergienutzung eine wichtige Rolle

Wien (2. Mai 2013) Die veröffentlichte Medieninformation „Nutzung von Bioenergie ist nicht nachhaltig“ der UmweltanwältInnen verlangt in einigen Punkten eine Richtigstellung und detailliertere Betrachtung. „Die Nutzung von Holz wird bereits seit Generationen in Österreich nachhaltig betrieben. Bereits vor 300 Jahren wurde der Begriff Nachhaltigkeit 1713 erstmals in der Forstwirtschaft formuliert. 1852 wurde die Nachhaltigkeit in Folge im österreichischen Forstgesetz verankert. Die österreichischen Familienforstbetriebe nehmen diese gesetzliche Verpflichtung verantwortungsbewusst wahr und bewirtschaften dementsprechend den heimischen Wald. Dabei erhalten sie die vielfältigen Funktionen des Waldes wie die Wohlfahrts- und Schutzwirkung, Lebensraum-, Erholungs- und Nutzfunktion“, erläutert der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, DI Felix MONTECUCCOLI, die gesetzliche Grundlage.

Holz nimmt Schlüsselrolle für „Green-Economy“ ein
Durch energie- und klimapolitische Maßnahmen für Verkehr, Hausbau und Industrie bekommen biogene Rohstoffe, die auch die Entwicklungsbasis einer „low carbon Bio-economy“ sind, einen neuen Stellenwert. Dabei nimmt der Rohstoff Holz, ein Puzzleteil erneuerbarer Energiequellen, eine Schlüsselrolle ein. Das ist auch richtig. Die Auswirkungen der Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima, die noch immer ungeklärte Endlagerung und die dramatischen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Atommülltransporte führen deutlich vor Augen, dass langfristig ein globaler Ausstieg aus der Atomenergie notwendig ist und alternative Energieversorgung zunehmend Bedeutung erlangen muss“, so der Verbandspräsident DI MONTECUCCOLI.

„Die Nutzung von Holz als dauerhafter Roh-, Bau- und Werkstoff gehört zu den intelligentesten und umweltschonendsten Kulturleistungen in der menschlichen Geschichte. Indem wir Holz nicht verrotten lassen, sondern zuerst als Werkstoff einsetzen und dann die gespeicherte Sonnenenergie in Öfen verbrennen, können wir uns den natürlichen Kreislauf des Holzes zu Nutzen machen. Das ist naturnah, nachhaltig und umweltgerecht. Daher macht die kaskadische Nutzung von Holzbiomasse in der österreichischen Energiestrategie durchaus Sinn. Solange jährlich pro Einwohner im Durchschnitt 40 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen werden, erscheint auch die Diskussion darüber, ob der Maisanbau zur Energiegewinnung verwerflich sei, unangebracht“, so der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich zur Forderung, Biomasse vorwiegend der Ernährung und stofflichen Verwertung zuzuführen.

Markt wird vom Konsumverhalten bestimmt
„Natürlich begrüßen wir eine angemessene Entlohnung und Bezahlung für qualitativ hochwertige Produkte aus der Land- und Forstwirtschaft. Doch der Markt wird durch das Konsumverhalten bestimmt. Solange die Bevölkerung auf günstigere Produkte zurückgreift, wird auch die Bereitschaft, für Energie mehr zu bezahlen, nicht gegeben sein und die sogenannte ‚Billigkonkurrenz‘ Abnehmer finden“, macht DI Felix MONTECUCCOLI auf die Wettbewerbssituation und das Konsumverhalten am Markt aufmerksam.

Österreich verfügt über einen enormen Holzvorrat
„Die Behauptung, Österreich müsse 10 Millionen Festmeter Holz für die aus Klimaschutzsicht vorteilhaftere, stoffliche Verwertung importieren, ist schlichtweg falsch. Außerdem weise ich den Vorwurf, große Forstbetriebe würden mehr Holz ernten als nachwächst und somit nicht nachhaltig wirtschaften, auf das Schärfste zurück“, zeigt sich der Verbandspräsident MONTECUCCOLI empört über die falschen Informationen. „Das Gegenteil ist der Fall. Österreich baute in den letzten Jahrzehnten einen enormen Holzvorrat auf. So stocken derzeit zirka 1,14 Milliarden Vorratsfestmeter in unseren Wäldern und es wird jedes Jahr mehr. Das bedeutet, die jährliche Holznutzung liegt immer noch stark unter dem jährlichen Zuwachs mit zirka 31 Millionen Vorratsfestmetern. Davon werden nur etwa 26 Millionen Vorratsfestmeter genutzt, die Differenz von 5 Millionen stellt eine gewaltige Holzmenge dar“, stellt der Forstexperte DI Felix MONTECUCCOLI die Fakten zur Holznutzung richtig und appelliert an die UmweltanwältInnen, zukünftig Aussagen zur Forstwirtschaft auf fachliche Korrektheit zu prüfen.

„Festgehalten werden muss auch, dass die Holznutzung aus ‚Schutzwald außer Ertrag‘ gesetzlich untersagt ist. Die von den UmweltanwältInnen angeführten ungenutzten Potentiale in schwer zugänglichen Schutzwäldern sind darauf zurückzuführen, dass es beim ‚Schutzwald im Ertrag‘ Erschließungsdefizite gibt, die extrem hohe Ernte- und Durchforstungskosten bewirken“, erklärt DI Felix MONTECUCCOLI die Forstsituation im Schutzwald.
„Grundsätzlich erweisen sich die heimischen Waldbesitzer bei der sicheren Holzversorgung im Rahmen ihrer nachhaltigen Möglichkeiten auch für die Zukunft als zuverlässige Partner und kommen ihren Verpflichtungen nach“, so Präsident MONTECUCCOLI abschließend.

(Schluss)
 
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