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Wien, am 17.10.2012

Aktuelle Eigentumsdebatte ist unverantwortlich

Utl.: Grund und Boden ist Basis für Ernährung, Energie und Landschaftsentwicklung

(Wien, am 16. Oktober 2012) „Ich fordere alle politischen Verantwortungsträger dringend auf, wieder auf den Boden der Realität zurückzukehren“, ermahnt DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, die derzeitigen Akteure bei den Gesprächen um eine „faire“ Vermögensaufteilung. „Ideologische Kurzsichtigkeit ist in Fragen der Vermögens- und Steuerpolitik unverantwortlich. Aufgabe der Bundespolitik ist es, sich um einen ausgeglichenen Haushaltsplan zu kümmern. Dabei dürfen aber nicht Äpfel mit Birnen vermischt werden. Wer die Substanzwerte angreift, gefährdet die langfristige Stabilität und Weiterentwicklungs-möglichkeit der Wirtschaft. Man darf nicht vergessen, dass Österreich heute deswegen so gut dasteht, weil sich bisherige Entscheidungsträger der Tatsache bewusst waren, dass nur die Besteuerung von Erträgen nachhaltig und verantwortungsvoll ist.“

Der größte Grundbesitzer in Österreich ist die Republik
In der aktuellen Diskussion werden viele einseitige und unvollständige Argumente gebracht. Eine Polemik zwischen Groß und Klein wird ohne Rücksicht auf die Wahrheit für eine ideologische Neiddebatte verwendet. So werden bei Grund und Boden durch statistische Scheinvergleiche falsche Verhältnisse vorgegaukelt. Fakt ist, dass die größten Grundbesitzer in unserer Republik die Gebietskörperschaften (wie Bund, Länder, Gemeinden und beispielsweise federführend die Stadt Wien) sowie aus- und nachgelagerte Organisationen wie die Österreichischen Bundesbahnen sind. Diese besitzen zusammen fast ein Viertel der heimischen Grundfläche.

Grundvermögen ist nicht beliebig umverteilbar
„Die nachhaltige Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlichen Flächen ist Basis für die Ernährungssicherheit unserer Bevölkerung, für die Zurverfügungstellung des Roh- und Wertstoffes Holz, für die Landschaftsgestaltung und den Tourismus sowie letztlich für den Erhalt der ländlichen Regionen. Österreich ist weltweit dafür Vorbild, wie dies im Rahmen von generationenübergreifender Familienbewirtschaftung nachhaltig funktionieren kann. Dafür braucht es natürlich auch kritischer Bewirtschaftungsgrößen, mit denen unsere heimischen Landbesitzer erfolgreich das ländliche Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mit ihren professionellen Leistungen für alle absichern. Diskussionen, wie sie jetzt stattfinden, sind daher nicht zielführend und gegen eine nachhaltige Bewirtschaftung gerichtet“, so Felix MONTECUCCOLI.

„Auch die Möglichkeit des Erbweges ist kein ‚Wünsch-dir-was-Thema’, wie es zum Beispiel von einem in den letzten Tagen zitierten Studienautor angezogen wurde, sondern eine Frage der politischen Verantwortung für die ganze Bevölkerung. Die Europäische Union hat dies bereits vor vielen Jahren erkannt und das Thema in der EU-Grundrechtscharta als Recht des Vererbens fest verankert. Nachhaltige Verantwortung für Grund und Boden darf kein ideologische Spielball für bevorstehende Wahlen sein!“, betont Präsident MONTECUCCOLI abschließend.

(Schluss)
 
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