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Wien, am 22.06.2012

Montecuccoli zu Natura-2000: Keine Schnellschüsse ohne Praxistauglichkeit und Einbindung betroffener Grundbesitzer

Zu der heute präsentierten, so genannten „Natura-2000-Schattenliste“ findet der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, DI Felix Montecuccoli, klare Worte: „Obwohl die EU nach 12 Jahren noch immer keine brauchbaren und praxistauglichen FFH-Umsetzungsrichtlinien auf den Weg gebracht hat, sollen nun in einem weiteren Schritt weitere Flächen ausgewiesen werden“, zeigt sich Montecuccoli unverständig über die vorgebrachten Forderungen einiger NGOs und warnt vor selbsternannten „Schattenexperten“. Österreich ist in der Land- und Forstwirtschaft bereits jetzt europaweit anerkanntes Vorbild in der Integration von Nützen und Schützen von Natur und wird dies durch aktive Eigentümerverantwortung auch in Zukunft bleiben.

Landbewirtschafter nehmen seit Generationen Verantwortung wahr
„Die bereits bestehenden und nun vorgeschlagenen Schutzgebiete haben Form, Qualität und Güte durch Generationen nachhaltiger Bewirtschaftung erhalten“, führt Montecuccoli die Bedeutung privater Landbewirtschafter und Familienbetriebe für den Naturschutz an. In Bezug auf Vertragsnaturschutz waren die Land- und Forstwirtschaftsbetriebe und die Bauern in Österreich immer zu Gesprächen und zum Dialog bereit, um Maßnahmen zu erarbeiten, die dem Lebensraum und der Natur dienen. Die nahezu lückenlose Teilnahme an diesbezüglichen Umweltprogrammen belegen das Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Landbewirtschafter in Österreich.

Einbindung der Grundbesitzer als Erfolgsfaktor für Naturschutz
Die Erweiterung bestehender und Ausweisung zukünftiger Flächen darf nur unter Einbeziehung der betroffenen Grundbesitzer stattfinden, um auch Erfolg haben zu können. Eine partizipative Vorgehensweise kann zu vorbildlicher Umsetzung führen, wie das Beispiel im Natura-2000-Gebiet Tullnerfelder Donauauen zeigt. Hier wurden 13 betroffene Forstbetriebe aktiv in die Diskussion und in das Management eingebunden. „Die nachträgliche Einbindung der Eigentümer ist jedoch aufwändig, bis dahin ist bereits viel Bereitschaftspotenzial verloren gegangen und vergeudet worden“, unterstreicht Montecuccoli die Diskussionsbereitschaft seitens der Grundbesitzer.

„Konstruktive Gespräche mit Eigentümern dienen dem tatsächlichen Naturschutz jedenfalls mehr als Drohungen aus dem Schatten“, so Montecuccoli abschließend.
 
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