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Wien, am 27.04.2011

Wohnbauförderung für Vögel und Fledermausarten

Utl.: Grundeigentümer und Naturschutz lenken Aufmerksamkeit auf besondere Tierarten

Auf Initiative von Ing. Andrea Pirker, Natura 2000-Schutzsgebietsbetreuerin des Landes Steiermark veranstaltete die Pranckh’sche Forstverwaltung gemeinsam mit BIOSA-Biosphäre Austria am 27. April unter dem Motto „Wohnbauförderung für Vögel und Fledermäuse“ eine Nistkästen-Aktion im Schutzwald unterhalb der Puxer Wand im Murauer Holzland. „Mit seinem vielfältigen Baum- und Pflanzenbestand ist der Schutzwald unter der Puxer Wand ein grünes Paradies für Vögel und Fledermäuse“, so Hermine Hackl, Präsidentin der BIOSA-Biosphäre Austria. Die Nistkästen, die von der Lebenshilfe Wasenberg-Bezirk Judenburg gebaut wurden, bieten für Fledermäuse sowie höhlen- und nischenbrütende Singvögel zusätzlich zu den Naturhöhlen Brutplätze und erhöhen die Qualität als Lebensraum mit großer Artenvielfalt. „Die Nistkasten-Aktion der BIOSA ist eine vorbildliche Initiative und nachhaltig auf ganzer Linie: durch die Kooperation mit der Lebenshilfe wurde neben dem vielfältigen ökologischen Nutzen auch auf die soziale Komponente nicht vergessen“, freut sich der Leiter der Lebenshilfe Wasenberg-Judenburg, Günter Schmidinger. Bei einer kurzen Wanderung durch die BIOSA-Vertragsnaturschutzfläche mit Wilhelm Schnedl, Vizebürgermeister der Gemeinde Frojach-Katsch, Bezirksförster Albert Dorfer und Schulkindern der Volksschule Kulm am Zirbitz wurden die Nistkästen rechtzeitig zum Beginn der Brutsaison auf der BIOSA-Vertragsnaturschutzfläche „Puxer Wand“ aufgehängt. „Für die Schulkinder ist dieser Ausflug eine tolle Gelegenheit, aktive Maßnahmen für den Naturschutz kennen zu lernen“, so die Direktorin der Volksschule Kulm am Zirbitz, Christine Pichler. „Es liegt an uns, was wir der nächsten Generation weitergeben. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, und je mehr sie aus eigener Anschauung über unsere Naturschätze lernen können, desto mehr werden sie auch bereit sein, ihren Beitrag zum Naturschutz zu leisten“, lobte Vizebürgermeister Schnedl das Engagement der Kulmer Volksschulkinder.

„Nistkästen sind eine einfache Möglichkeit, zusätzliche Brutplätze zu Verfügung zu stellen und aktiv Artenschutz zu betreiben“, erklärt Pilgrim Freiherr von Pranckh von der Freiherr von Pranckh’schen Forstverwaltung sein Engagement für die BIOSA. Der Schutzwald ist Teil des Natura 2000 Gebietes Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen und wurde 1996 freiwillig als BIOSA Vertragsnaturschutzfläche zur Verfügung gestellt. Die unter Schutz stehende Fläche ist ein einzigartiger Lebensraum für zahlreiche Fledermausarten, Greif- und Singvögel wie auch Insektenarten und seltene Pflanzen. „Die engagierte Umsetzung der Vorgaben der Natura 2000-Richtlinie durch die Zusammenarbeit von BIOSA und der Eigentümerfamilie des Waldes ist ein wichtiges Signal“, so Dietlind Proske von der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark bei der Eröffnung der Wanderung.

*Die Naturschutzplattform der Land&Forst Betriebe Österreich, die BIOSA Biosphäre Österreich, ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Eigentümern land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die sich auf privater Basis bereit erklären, ausgewählte Flächen für Naturschutzprojekte zu Verfügung zu stellen. Alle Projekte werden mit den Eigentümern abgestimmt und für die Gemeinschaft durchgeführt. Dieses Modell des Vertragsnaturschutzes gewährleistet, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gemeinschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit und ohne Konflikte gelöst werden können. Derzeit betreut die BIOSA 3.000 Hektar Naturschutzflächen. Symbol der Naturschutzplattform ist ein bunter Schmetterling.
 
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