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Wien, am 09.05.2000

Österreichs Forstwirtschaft an der Zeitenwende (Presse–Circle)

Presse ? Circle des Hauptverbandes
und
Barthold Stürgkh–Preisverleihung 2000
am 10.Mai 2000 im Lipizzaner Museum in Wien


Präsident DI Stefan Schenker:

Österreichs Forstwirtschaft an der Zeitenwende
Vom Hinterwäldler zum Forwarder:
Eine Branche im Aufbruch


I. Status Quo
II. Wirtschaftliche Entwicklung
III. Ökologische Entwicklungen
IV. Gesellschaftliche Aspekte



I .Status Quo:

Multitalent Wald
Der Wald in Österreich ist zunehmend als Multitalent und Wunderknabe gefragt.
Die Gesellschaft erwartet von ihm Entertainment–Fähigkeiten im Freizeitbereich a la Hollywood. Die Wissenschaft und die Umweltschützer erwarten von ihm die Rettung der Welt. Die Wirtschaft erwartet von ihm einen bedeutenden Beitrag zum Bruttosozialprodukt und die nachhaltige Versorgung mit Holz.
Der Wald ist fähig, die Funktionen vom Unterhalter bis zum Wirtschaftsfaktor zu erfüllen.
Ein unbewirtschafteter Wald allerdings kann all den gleichzeitig geforderten Funktionen nicht nachkommen. Wo keine Forststraßen gebaut werden, da gibt es keine Wandermöglichkeiten/Mountainbiken/Reiten. Wo überaltete Baumbestände vorherrschen, da gibt es keine Schutzfunktion vor Lawinen/Muren/Erdrutsche. Wo Wälder nicht gepflegt und genutzt werden, gibt es kein Holz.


In den Wechseljahren der Menschheit ...
... befindet sich laut Club of Rome diese Welt seit bereits geraumer Zeit. Ein dramatischer Engpaß der fossilen Brennstoffe mit allen auch wirtschaftlichen Konsequenzen wird für die nächsten 15 bis 20 Jahre vorausgesagt. Die Menschheit kommt damit nolens volens in die Wechseljahre: Holz vor und in der Hütte ist wieder gefragt.


II. Wirtschaftliche Entwicklungen:

Hochschaubahn der Holzpreise (Grafik 1+2)
Die Entwicklung der Holzpreise in den letzten 25 Jahren dokumentieren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, denen die ästerreichischen Forstbetriebe ausgeliefert waren sehr deutlich. Die Hochschaubahn der Preise weist Ende der 80er Jahre Höhepunkte auf (ATS 1.360,–– / Festmeter für Fichte/Tanne/Sägerundholz) und erreicht im wirtschaftlichen Katastrophenjahr 1993 einen Tiefpunkt (ATS 797,––/Festmeter)
Dazwischen liegt ein schwerer Windwurf Anfang 1990. Das Wetter und der Borkenkäfer fordern die Flexibilität der Forstbranche oft in ähnlicher Weise wie Konjunktur–schwankungen, zunehmender internationaler Konkurrenzkampf, dramatische ?"nderungen in der Struktur und Abnehmer, Währungsturbulenzen und die aktuelle Auftragslage der Bauwirtschaft.
Heute liegen die Marktpreise für Sägerundholz mit rund ATS 1.000,––/Festmeter nominal auf dem Niveau Ende der 70er Jahre bzw. leicht darunter. Der Industrieholzpreis mit ATS 400,–– liegt um ATS 230,–– unter dem Spitzenpreis von 1983 und somit auf dem Niveau der 60er Jahre.
Im selben Zeitraum haben sich der Verbraucherpreisindex und der Lohn– und Gehaltskostenindex mehr als verdoppelt. Da die Forstwirtschaft ein Wirtschaftszweig mit einem sehr hohen Anteil an menschlicher Arbeitskraft ist, ergibt sich daraus die dringliche Notwendigkeit zur Umstrukturierung. Chancen diesbezüglich liegen in der Technisierung der Holzernteprozesse und der Verwaltung. Durch Rationalisierungsschritte und den Aufwind in der Konjunktur kommen die Betriebe am Ausgang des neuen Jahrtausends wieder in die
Gewinnzone. Positiv wirkt sich dabei die hohe internationale Bedeutung der ästerreichischen Papier–, Holz–, Säge– und Plattenindustrie aus.



Marktkonzentrationen (Grafik 3)
Am Beispiel Sägeindustrie: Haben 1950 noch rund 5.100 Sägewerke im Jahr ca.
3,1 Mio. Kubikmeter Schnittholz produziert, so schafften im Jahr 1999 rund 1.660 Sägewerke ein Volumen von 8,7 Mio Kubikmeter. Das heißt, daß rund ein Drittel der Sägewerke heutzutage den dreifachen Output bewältigen.
?"hnliches erleben wir in der Papierindustrie, wo man heute im wesentlichen nur mehr zwei Großabnehmern gegenübersteht.


Kalt ? warm von der EU!
Der EU – Beitritt hat für die Forstwirtschaft einerseits bei den Wirtschaftsbeziehungen Verbesserungen gebracht. 80 % unseres Exportes (davon 62% nach Italien) geht in die EU. Negative Auswirkungen auf Österreich durch die augenblickliche politische Lage sind in keiner Weise spürbar. Österreich kann seine Position am internationalen Schnittholzmarkt zunehmend verbessern.
Andererseits wird das bürokratische Korsett durch EU – Vorschriften und Pläne wie
Natura 2000, Wasserrahmenrichtlinie und Umweltverträglichkeitsprüfung immer enger.


Das kleine Österreich ganz groß: Zurecht "Stolz auf Holz" (Grafik 4)
Österreich ist der viertgrößte Nadelschnittholzexporteur der Welt. In den
letzten Jahren konnten unsere Exporte von z.B. 3,8 Mio. Kubikmeter (1991) auf zu erwartende 6 Mio. Kubikmeter im Jahr 2000 gesteigert werden. Dieses hohe Verbrauchsniveau ist ein wichtiger Parameter für den Optimismus, der uns hoffen läßt, daß wir den Windwurf Lothar vom Dezember 1999 auch längerfristig mit einem blauen Auge überstehen werden.
Aber auch der durchschnittliche Pro Kopf–Holzverbrauch in Österreich wächst erfreulich:
Im Jahr 1985 lag er bei 0,36 Kubikmeter / Jahr.
Im Jahr 1996 lag er bei 0,48 Kubikmeter / Jahr.
Im Jahr 1999 lag er bei 0,53 Kubikmeter / Jahr.


Holzernte: Auch ein Umweltfaktor
Die moderne Holzernte – Technik erhöht sichtlich die Effizienz und garantiert eine schonendere Waldbewirtschaftung. Die modernen Holzerntemaschinen, wie etwa Harvester bauen sich eine Reisigstraße durch den Wald.
Mit Ballonreifen gleiten sie über diesen weichen Untergrund und schonen dabei den Waldboden mehr z.B. als es Pferdehufe tun. Mit der wesentlich kürzeren Erntedauer ist auch eine wesentlich kürzere Biotopbeunruhigung verbunden.
Durch die Möglichkeiten des modernen Forstwegebaues kann ? nicht nur für Wanderer ?
der Waldbereich leichter erschlossen werden. Damit wird eine kleinflächige, quasi "chirurgische" Bewirtschaftung erst möglich.
Eine in Österreich ? durch die Gebirgslage – bevorzugte Technik ist die sehr teure Seilkrantechnik, durch die das Schleifen des Bringgutes über den Waldboden vermieden wird. Österreich ist darüber hinaus durch seine innovativen Unternehmen weltweit führend
in dieser Technik.




Arbeitsoutput und Sicherheit
Die Tätigkeit des Waldarbeiters hat sich besonders dort wo Maschinen zum Einsatz kommen, im Laufe der letzten 10 Jahre zum Teil dramatisch verändert. Dies spiegelt sich auch in der
Art und Umfang der durchschnittlichen Arbeitsleistung wider:
z.B. : ein Forstarbeiter mit Hacke und Zugsäge produziert in 1Stunde: 0,3 Festmeter
ein Forstarbeiter mit Motorsäge produziert in 1 Stunde: 2,5 Festmeter
ein Forstarbeiter im Harvester produziert in 1 Stunde: 12 Festmeter.
?"hnliche Technologiesprünge konnten auch bei der Bringung des Holzes erzielt werden.
Die Arbeit des Waldarbeiters ist in den alten Technologien nach wie vor anstrengend und gefährlich. Dabei kommt es auch immer wieder zu Unfällen mit tödlichem Ausgang.
Durch die Verbesserung der Holzerntetechniken und der Schutzausrüstungen konnte die Unfallgefahr im Wald verringert werden. Unfälle mit gesundheitlichen Folgen aus dem Betriebsbereich mit modernen Geräten (z.B. Harvester, Forwarder) sind kaum bekannt.


Wirtschaftliches überleben nur aus eigener Kraft
Die Forstbranche zeichnet aus, daß sie zu faßt 99% von den Markterlösen ihrer Produkte und Dienstleistungen (Holz, Jagd, Fischerei, Grundstücksverpachtung, Gebäudevermietung, Fremdenverkehr) lebt. Durch den jährlich erscheinenden Forstbericht kann nachgewiesen werden, daß durchschnittlich lediglich 1,2 % aller Einnahmen in einem Forstbetrieb aus Förderungen stammen. Miteingerechnet sind dabei auch Zuschüsse aus dem Katastrophenfonds, etwa nach überschwemmungen.




III. Ökologische Entwicklungen:


Verantwortung und Nachhaltigkeit. Das lernen andere Branchen von der Forstwirtschaft
Nachhaltigkeit ist ein Prinzip, das mittlerweile Eingang in viele nicht–forstliche
Bereiche gefunden hat. Nachhaltigkeit heißt verantwortungsvoller Umgang und Nutzung der vorhandenen Ressourcen, aber nicht Stillstand bis zum Absterben oder Konservierung bis zur Verrottung.
Die Tradition der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft bezieht sich nicht nur auf die reine Holzmenge. Ein Drittel des Holzzuwachses in Österreich bleibt ungenutzt. Darüber hinaus haben die Pflege des Wald– Biotops und die Erhaltung unserer Böden einen hohen Stellenwert.


Nah ? so naturnah.
Rund zwei Drittel (!!) der Wälder in Österreich befinden sich in einem naturnahen Zustand (3% natürliche Wälder, 22% naturnahe Wälder, 41% sind gegenüber dem natürlichen Zustand nur mäßig verändert. Die naturnahe Bewirtschaftung der Wälder sichert diesen hohen Biodiversitätsgrad. Dies belegt auch die unabhängige Hemerobie–Studie.
Österreich bleibt aber nach wie vor aufgrund seiner geographischen Lage und seines Klimas ein klassisches Nadelholzland.



Trend zu Laubholz und laubholzreichen Mischbeständen
Die ästerreichische Waldinventur ergab eine Zunahme der mit Laubholz bestockten Fläche von 63.000 ha. Damit erreicht der Laubholzanteil im bewirtschafteten Wald mehr als ein Fünftel. Besonders deutlich ist die Zunahme von Buche. Aber auch Esche, Ahorn und Hainbuche verzeichnen Flächenzuwächse von über 35.000 ha.
Aber auch die Mischwaldanteile im bewirtschafteten Wald haben um mehr als 70.000 ha zugenommen.



Österreich auf dem Weg unter den Glassturz? (Grafik 5)
Die Anzahl der Naturschutzgebiete steigt beständig. Ende der 80er Jahre verfügte Österreich über 571 Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturparke, geschützte Landschaftsteile, Nationalparke, Pflanzenschutzgebiete und Ruhegebiete. Am Ausgang der
90er Jahre zählen wir bereits 961 geschützte Flächen.
Für das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 wurden 15,3% der Landesfläche nominiert. Das bedeutet, daß 623.000 Hektar allein an Wald betroffen sind und damit 15,8 % des ästerreichischen Waldes. Durch die zu erwartenden Einschränkungen in der Bewirtschaftung auf diesen Flächen ist mit einem volkswirtschaftlicher Schaden von 1,4 Mrd. öS zu rechnen. Dabei wurde alleine vom reinen Wert des Holzes ausgegangen. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, daß Österreichs Waldbewirtschaftung in jedem Fall (auch außerhalb nominierter Schutzgebiete) dem Prinzip der Nachhaltigkeit gehorcht.
Etwas anderes würde die herrschende Gesetzeslage auch nicht zulassen. Österreich verfügt
über eines der strengsten Forstgesetze der Welt, wobei die vorbildlichen bestehenden Verhältnisse Basis für das Gesetz waren und nicht umgekehrt.



Eigentümer: Freiwilligkeit siegt über Zwang
Wenn man in Österreich den Durchschnittsbürger zu den Besitzverhältnissen der Wälder befragt, ist die häufigste Antwort: Na, der Wald gehört doch uns allen.
Manche gestehen auch noch dem Staat Besitz von Wald zu. Daß sich aber rund 80% der ästerreichischen Waldfläche in Privatbesitz befindet, erstaunt den Durchschnittsbürger eher.
Erfahrungen im Umsetzen von Naturschutzrichtlinien zeigen eine zunehmend hohe Bereitschaft der Eigentümer, sich einzubringen. Große Erfolge sind dabei im Bereich des freiwilligen Vertragsnaturschutzes zu verzeichnen. Aufgesetzte Zwänge werden im Gegensatz dazu aber oft als Angriff auf das Eigentum empfunden und schmälern die Bereitschaft zur Öffnung. Oft wird dabei auch eine gewisse Dialogbereitschaft vonseiten
des institutionalisierten Naturschutzes vermißt.



Naturschutz kontra Umweltschutz
Die EU hat sich 1997 in Kyoto verpflichtet, den Schadstoffausstoß um 8% zu verringern. Österreich hat für sich die Marke bei 13% angesetzt. Um das Ziel bis spätestens 2012 zu erreichen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Höhere Speicherung und /oder geringere Schadstofffreisetzung. Da die Industrie und die Fahrzeugtechnik bereits an technische Grenzen des Machbaren stößt, bleibt nur Variante eins.



Erreicht werden kann dieses Ziel beispielsweise durch verstärkten Einsatz von Holz in allen Lebensbereichen.
In einem Kubikmeter Holz werden nachhaltig 250 kg reiner Kohlenstoff gespeichert!!
Wenn durch zunehmende Unterschutzstellung von Wald (z.B. Natura 2000) eine Bewirtschaftung und damit Produktion von Holz weiter eingeschränkt wird, nimmt damit auch die Nutzungsmöglichkeit des wertvollen Rohstoffes Holzes ab.
Damit richtet sich übertriebener "Naturschutz" in Wirklichkeit gegen die Umwelt.


Wald sponsert Industrie und Gesellschaft
Die Kohlenstoffspeicherung in Österreichs Wäldern liegt bei 5,3 Mio. Tonnen pro Jahr. Das entspricht einer Speicherung von 2 Tonnen pro Hektar und Jahr. Im Zuge zahlreicher CO2–Minderungsprojekte wurde herausgefunden, daß die CO2– Reduzierung von 1 Tonne einem Wert von ATS 1.000,–– entspricht. Bei einer Speicherung von 5,3 Mio. Tonnen pro Jahr wäre der Wert der Kohlendioxidentsorgung 5,3 Mrd. ATS, die sich z.B. die Industrie für die Installation von Filteranlagen erspart. Zudem ist die Verwendung von Holz– und Holzprodukten ein positiver Beitrag zur CO2–Problematik.


Familienforstwirtschaft
In Europa beträgt die gesamte forstlich genutzte Waldfläche 130 Mio. Hektar. Zwei Drittel davon wird von privaten Eigentümern gehütet. 12 Mio. Familien leben davon. Konkurrenz aus Billigproduktländern, Ökodumping und wachsende Bürokratie machen schwer zu schaffen. Auch die Umweltprobleme der modernen Industriegesellschaft wie Verkehr, Luftverschmutzung, Klimawandel, Ozonloch usw. belasten Wald und Familienforstbetriebe gleichermaßen. Die kleinen, familiären mitteleuropäischen Strukturen lassen Vergleiche mit Methoden und Vorgangsweisen in den Industriewäldern in Südamerika und den Tropen in keiner Weise zu. Deshalb sind Zertifizierungssysteme, die für die Industriewälder Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit besitzen für unsere Verhältnisse ungeeignet. Deshalb hat sich die europäische Familienforstwirtschaft dazu entschlossen,
das europäische Zertifizierungssystem PEFC (Pan European Forest Certification)mitzutragen und zu unterstützen.


IV. Gesellschaftliche Aspekte

Generationenvertrag
Österreichs Wälder sind das, was sie sind, durch einen gelebten Generationenvertrag. Erst der Enkel kann im Normalfall das ernten, was der Großvater gepflanzt hat. In unseren schnelllebigen Zeiten, in denen eher von Tag zu Tag gedacht und agiert wird, ist ein Denken über Generationen und Jahrhunderte hinaus eine absolute Ausnahme. In kaum einer anderen Branche ist das partnerschaftliche Funktionieren zwischen den Generationen zum Wohl der Allgemeinheit notwendiger als in dieser. Wälder können nicht aus Mangel an einschlägigen Berufsinteresse der Nachkommen zugesperrt oder vorübergehend ins Bankdepot gelegt werden.



Auch die forstliche Zukunft ist (ein bißchen) weiblich
Die Forstbranche gilt nicht ganz zu unrecht als reine Männerbranche.Frauen waren bislang in führenden Positionen so gut wie nicht anzutreffen.
In den letzten Jahren allerdings wird man da und dort weiblicher Förster und Waldpfleger ansichtig. Eine Vorreiterrolle – nicht nur diesbezüglich ? erfüllt der Hauptverband. Seit dem Jahr 2000 sind drei der vier Abteilungsleiter im akademischen Bereich weiblich.



Aufbruch ins forstliche Kommunikationszeitalter:
In Zeiten von Public Participation und der zunehmenden gesellschaftspolitischen Aufgabe der Wälder und deren Besitzer wird die steigende Notwendigkeit zu Kommunikationsbereitschaft mit vielen Zielgruppen deutlich mehr wahrgenommen.
Schlußendlich macht nicht zuletzt der steigende Einsatz der neuen Medien auch den Waldmenschen bewußt: Es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren.
Ein "Zwiespalt" allerdings bleibt: Auch im Zeitalter der immer schneller werdenden Kommunikation und der sich überschlagenden Lebenstempi braucht ein Baum in seinem Wachstum immer noch so lange wie vor 500 / 5.000 / 50.000 Jahren.



Verleihung des Barthold Stürghk– Preises 2000

ÖKR Barthold Stürgkh war der zweite Präsident in der Geschichte des Hauptverbandes. Nach seinem Tode wurde zu seinem Andenken von den Mitgliedern des Verbandes die gleichnamige Stiftung eingerichtet.
Seit 1979 wird der Barthold Stürgkh–Preis an Personen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Hebung des allgemeinen Verständnisses für die Land– und Forstwirtschaft erworben haben.
Der Förderpreis ist eine Anerkennung für Leistungen bereits etablierter Persönlichkeiten.
Die Vergabe des Förderpreises erfolgt durch ein Kuratorium, das sich aus dem Präsidenten des Hauptverbandes, Vertretern der Präsidentenkonferenz, des Österreichischen Bauernbundes und des Österreichischen Raiffeisenverbandes zusammensetzt.

Der Barthold Stürghk–Preisträger 2000 kommt aus der Steiermark, ist am elterlichen Hof in Voitsberg aufgewachsen. Nach der Matura Doktoratsstudium der Geschichte mit Zweitfach Spanisch. Im Rahmen eines Auslandsstudiums in Madrid Dissertation über den Spanischen Bürgerkrieg. Danach Fachausbildung zum Journalisten in Wien.
1993 bis 1995 freier Journalist u.a. für Standard, Profil, Wiener Industrie, New Business, Option und andere Wirtschaftsmagazine.
Er kam 1995 als Redakteur zum WirtschaftsBlatt, ist seit 1996 dort Chef vom Dienst und hat seit zwei Jahren die tägliche Verantwortung für die komplette Blattgestaltung des Wirtschaftsblattes. Der Barthold Stürghk–Preis 2000 geht an Dr. Wolfgang Unterhuber.
 
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