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Wien, am 04.06.2009

Woche des Waldes 2009: Leistungsschau der steirischen Forstwirtschaft beim Fest für den Wald

Der Wald ist ein Alleskönner – vom Hotspot der Artenvielfalt über Erholungsraum für die Menschen bis hin zum Energieversorger. Und er ist bei uns „in guten Händen“. Unter diesem Motto steht das Fest für den Wald, das die steirische Forstwirtschaft am 8. Juni auf dem Grazer Hauptplatz anlässlich der Woche des Waldes 2009 veranstaltet.

„Wald ist ein wichtiger Lebensraum, Wald ist ein Erlebnisraum, Wald bietet Schutzzonen gegen Lawinen oder Hangrutschungen, Wald schützt das Klima, Wald liefert aber auch kostbare Rohstoffe und schafft damit Arbeit. Wir gehen auf wirtschaftliche Zeiten zu, die außerordentlich hart werden. Die Arbeitslosenzahlen steigen ständig, umso wichtiger wird die Nutzung von erneuerbarer Energie zur Konjunkturbelebung in Zeiten der Wirtschaftskrise sowie zur nachhaltigen Absicherung der Energieversorgung in der Steiermark“, betont Landesrat Johann Seitinger zur Wichtigkeit des steirischen Waldes: „Wir wollen daher eine rigorose Umstellung der Wärmeversorgung im Land von fossiler auf erneuerbare Energie umsetzen. 250.000 Haushalte, das sind 46 % sowie viele öffentliche Gebäude werden in der Steiermark noch mit fossiler Energie versorgt. Außerdem ist die Bereitschaft der Steirerinnen und Steirer auf erneuerbare Energie umzusteigen so groß wie nie zuvor.“

Erneuerbare Energie bietet enorme Chancen gerade auch für den ländlichen Raum. „Sie gewährleistet eine Erholungschance für Umwelt und Klima, sie bietet aber auch eine regionale Einkommensmöglichkeit. Was bedeutet, dass erarbeitetes Geld in der Region bleibt – das vor- und nachgelagerte Gewerbe profitiert ebenfalls“, hebt Landesrat Seitinger die Vorteile erneuerbarer Energie hervor.

Die Bekämpfung des Klimawandels ist inzwischen zur größten Herausforderung
der globalen Klima- und Energiepolitik geworden. In den vergangenen Jahren verursachten menschliche Aktivitäten einen bislang unerreichten Höchststand
des Gehalts an Treibhausgasen in der Erdatmosphäre. Dies wurde hauptsächlich durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern verursacht. Aus diesem Grund ist die Förderung von erneuerbaren Energien ein Gebot der Stunde. „Wir wollen neue Arbeitsplätze schaffen, speziell im Bereich der erneuerbaren Energien. Dazu haben wir mit dem Projekt ‚Energieoffensive für die Steiermark‘, das kürzlich im Landtag gegen die Stimmen der SPÖ beschlossen wurde, eine konkrete Initiative vorgelegt, die sofort umsetzbar ist“, so LAbg. DI Heinz Gach.

Aber auch für die Stadtbevölkerung erfüllt der Wald eine wichtige Erholungsfunktion. „Seit 1994 ist es uns gelungen, den Waldbesitz der Stadt Graz zu verdreifachen. Mit einem Viertel der Stadtfläche ist Graz eine echte Waldstadt und ich bin sehr stolz, dass es uns auch gelungen ist, diesen Wald naturnah zu bewirtschaften. Der Wald ist Naherholungsraum für die Grazerinnen und Grazer und Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere“, so der Grazer Bürgermeister, Mag. Siegfried Nagl.

Für den Vizepräsident der Steirischen Landwirtschaftskammer, Johann Resch, ist der Steirische Wald das wichtigste Multitalent unseres Landes. Neben der bedeutenden Rolle, die er für eine saubere Luft und sauberes Wasser einnimmt, ist er der wichtigste Rohstofflieferant der Steiermark. Rund 61 Prozent unserer Landesfläche sind von Wald bedeckt. Das ist mehr als 1 Million Hektar und entspricht 1,5 Millionen Fußballfelder. Rund 5 Millionen Festmeter (Kubikmeter) Holz werden in der Steiermark geerntet. Wollte man diese Holzmenge mit der Eisenbahn abtransportieren würden die Waggone aneinandergereiht eine Strecke von Graz nach Paris reichen, so Resch.

Wie nachhaltig in der Steiermark gewirtschaftet wird, rechnet Resch an einem einfachen Beispiel vor. Während alle drei Sekunden in der Steiermark ein Kubikmeter Holz nachwächst wird nur alle 6 Sekunden ein Kubikmeter genutzt. Rund 30.000 Personen finden in unserem Bundesland allein in der Forstwirtschaft Arbeit.

Zielsetzung des Steiermärkischen Forstvereins ist es, beim Dialog für die Ausgewogenheit der verschiedenen Interessen am Wald mitzuwirken. „Wir haben auf die Nachhaltigkeit aller Waldfunktionen zu achten. Um die Funktionen des Waldes auf Dauer zu sichern, braucht der Wald eine fachkundige Bewirtschaftung. Dafür sind gut ausgebildete Personen notwendig. Wir haben heute die Basis für die künftigen Generationen zu legen. Zusätzlich ist das Verständnis für das Ökosystem Wald der ganzen Bevölkerung notwendig“, betont DI Anton Aldrian, Obmann des Steiermärkischen Forstvereins. Dafür wirbt die Steirische Forstwirtschaft am 8. Juni unter Federführung des Steiermärkischen Forstvereins.
 
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