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Wien, am 19.05.2009

Lebensministerium und BIOSA zum Internationalen Jahr der Biodiversität 2010: Wälder sind Hot Spots der biologischen Vielfalt

Utl.: Zweitägige Fachtagung in Salzburg stellt Artenvielfalt im Wald in den Mittelpunkt

„Die Ansprüche an das Ökosystem Wald wachsen ständig. Der steigende Bedarf an Biomasse zum Ersatz fossiler Brennstoffe führt oft zu der Frage, ob das ökologische Gleichgewicht und in weiterer Folge die Biodiversität in Österreichs Wäldern dadurch gefährdet ist. Diese Fragestellung ist bereits seit langem ein Thema im Österreichischen Walddialog und wird dort auch zukünftig noch ausführlich thematisiert werden. Unsere Haltung dazu ist ganz klar: Die Voraussetzung für eine intensive Nutzung muss eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sein, die das ökologische Gleichgewicht nicht beeinträchtigt“, so Reinhard Mang, Generalsekretär im Lebensministerium, der heute stellvertretend für Bundesminister Niki Berlakovich die Fachtagung „Forstwirt schaf(f)t Biodiversität“ in Salzburg eröffnet hat. ****

Die Fachtagung, die gemeinsam vom Lebensministerium mit BIOSA, dem Land Salzburg und den Österreichischen Bundesforsten organisiert wird, findet anlässlich des Internationalen Jahrs der Biodiversität im Jahr 2010 statt. Ziel der Tagung ist es, die enorme Bedeutung des Österreichischen Waldes und seiner nachhaltigen Bewirtschaftung in Hinblick auf die Biodiversität zu beleuchten. Zudem geht es aber auch darum, die internationalen und nationalen Vorgaben in Bezug auf die Biodiversität des Waldes, darzustellen. Inhaltlich stehen neben rechtlichen Rahmenbedingungen vor allem auch Managementmaßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt im Wald auf der Tagesordnung.

„Das Vorkommen vieler Arten und Lebensräume ist direkt oder indirekt mit Waldbewirtschaftung verbunden. Die österreichische Forstwirtschaft hat sich seit jeher dem Konzept der Nachhaltigkeit verpflichtet und gewährleistet so, dass der Wald seinen vielfältigen Funktionen gerecht werden kann – vom Schutz vor Naturgefahren über die Bereitstellung von Holz und Biomasse bis zur biologischen Vielfalt von Fauna und Flora“, betonte DI Michael Sterneck, Vorstandsmitglied von BIOSA, Forstdirektor der Fürstlich Schwarzenberg’sche Familienstiftung Vaduz und Waldbesitzer in Kärnten. BIOSA ist ein Zusammenschluss von Eigentümern land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die sich bereit erklären, ausgewählte Flächen für Naturschutzprojekte zur Verfügung zu stellen.

Naturschutzmaßnahmen finden jedoch nicht nur im bewirtschafteten Wald statt. Mang hob in diesem Zusammenhang auch die Österreichischen Naturwaldreservate hervor: „Sie sind ein Beitrag zur Erhaltung seltener und wertvoller Waldbiotope. Selbstverständlich ist es wichtig, sensible und ökologisch wertvolle Gebiete zu erhalten. Daher ist es das Ziel, besonders gefährdete Waldbiotoptypen zu schützen und ihren Erhalt sicher zu stellen.“

Die EU sowie die internationale Staatengemeinschaft haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2010 die Verluste der Biodiversität zu stoppen. Österreich bekennt sich zu diesen Strategien und setzt diese durch entsprechende Maßnahmen und Aktivitäten auf nationaler Ebene um. Durch den hohen Anteil von rund 47 Prozent der Staatsfläche stellen Wälder schon rein quantitativ die bedeutendste Form der Landnutzung in Österreich dar. Aber auch qualitativ zeichnen sich Wälder mit ihrem reichhaltigen Artenspektrum in besonders hohem Maß aus.

Die große Bedeutung des österreichischen Waldes für die Biodiversität spiegelt sich auch im Österreichischen Waldprogramm wieder. In einem eigenen Handlungsfeld werden Prinzipien, Ziele und Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Waldbiodiversität definiert. Die Biodiversitäts-Kampagne „Vielfalt Leben“ des Lebensministeriums zielt auf die Durchführung von Schutzprogrammen zu den am meisten gefährdeten Arten und Lebensräumen sowie die Verbesserung des öffentlichen Bewusstsein ab.

Auch die heurige Woche des Waldes von 8. bis 14. Juni wird ganz im Zeichen der Biodiversität stehen. Unter dem Motto „Wald – einfach großARTig“ soll auf die bunte und zahlreiche Vielfalt von Tieren und Pflanzen in Österreichs Wäldern aufmerksam gemacht werden.
 
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