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Wien, am 15.05.2009

Alpenverein und Waldbesitzer schließen Modellvertrag

Utl.: Vom Dauerstreit zum erfolgreichen Vertragsabschluss im Klettergarten Dürnstein

Eine Felswand mitten im Wald – ein wahres Kletterparadies, wie eine Vielzahl daran angebrachter Sicherungshaken zeigt. Doch wer haftet im Falle eines Unfalles und wer behebt allenfalls auftretende Schäden? Wenn es um Sport und Freizeit in der Natur geht, existiert nicht immer ausreichend Klarheit über die Nutzungsbedingungen, geschweige denn Verständnis für die unterschiedlichen Nutzungsinteressen. Die Folge davon sind häufig Konflikte zwischen den Grundeigentümern und Erholungssuchenden.

Wien / Dürnstein (15. Mai 2009), – Nach über drei Jahre dauernden Verhandlungen ist nun in der Wachau ein Österreich weit einzigartiges Vertragsmodell zustande gekommen, das ein wichtiges Vorbild für Fair Play im Wald ist. Der Österreichische Alpenverein (OeAV) und die Fürst Starhemberg’sche Familienstiftung als Grundeigentümerin haben unter Mitwirkung des VAVÖ sowie den Land&Forst Betrieben Österreich eine Lösung erarbeitet, die im nunmehrigen „Klettergarten Dürnstein“ sowohl den Sport sowie Sicherheits- und Haftungsfragen als auch den Naturschutz und die Notwendigkeiten der Walderhaltung und Waldbewirtschaftung vereinbart. Das daraus resultierende Klettergartenbetreuungsprojekt der OeAV-Sektion Krems wird auch von den nö. Naturfreunden und vom Österreichischen Touristenklub (Erhalter des Wanderwegenetzes in der Wachau) gut geheißen und unterstützt.

Der OeAV Krems übernimmt die Halterschaft für einen Großteil der in der Vergangenheit ohne Zustimmung der Grundeigentümerin angelegten Kletterrouten. Dort können die Sportler nun legal und unentgeltlich ihrem Hobby nachkommen und für die Grundeigentümerin ist klar gestellt, dass sie bei möglichen Unfällen nicht haftet. Dafür wurde vom OeAV Krems eigens die Funktion eines ehrenamtlich tätigen Klettergebietsbetreuers geschaffen, welcher gemeinsam mit einem Mitarbeiterteam die Betreuung des Klettergartens, die Sanierung und Erhaltung der Wege und Steige und die für die Besucherlenkung notwendigen Arbeiten durchführt und sich dabei mit dem Revierförster abstimmt. Hinweistafeln vor Ort informieren die Besucher über Regelungen im Kletterbetrieb, rücksichtsvolles Verhalten im Klettergarten


und die Gefahren des Klettersports. So soll das Bewusstsein der einzelnen Kletterer für die verschiedenen Eigentümer- und Nutzungsinteressen geschärft und andererseits auch für ein gutes „Kletterklima“ gesorgt werden.

Die freie Betretbarkeit der Natur ist ein hohes Gut – allerdings ist dabei auch rechtes Augenmaß gefordert, um die mit intensiver Erholungsnutzung verbundenen Belastungen für die Natur gering zu halten. Im Klettergarten Dürnstein haben die Vertreter der verschiedenen Interessengruppen einen guten Kompromiss gefunden: die Klettergemeinde beschränkt sich auf die als Klettergarten definierten Gebiete und überlässt die außerhalb gelegenen Gebiete der dortigen Fauna und Flora. Dieses Ergebnis ist eine Win-Win-Situation für die Sportler, die Grundeigentümerin und den Naturschutz. Gerhard Pfriemer, Vorsitzender der OeAV Sektion Krems, und Norbert Weigl, Forstmeister der Fürst Starhemberg’schen Familienstiftung, zeigen sich hocherfreut über die positive Lösung und danken allen Beteiligten herzlich.
 
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