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Wien, am 23.10.2008

Land- und forstwirtschaftliche Interessenvertretung weiterhin unverzichtbar

Utl.: Jubiläum: 200 Jahre Land&Forstbetriebe Österreich, 100 Jahre LK Österreich

Vor 200 Jahren, im Jahr 1808, wurde die k.k. Landwirtschaftsgesellschaft gegründet. Sie gilt als Vorläuferinstitution noch heute aktiver land- und forstwirtschaftlicher Interessenvertretungen und Organisationen in Österreich. Im Jahr 1908, also vor exakt 100 Jahren, gründeten die Präsidenten der damaligen landwirtschaftlichen Hauptkörperschaften der Monarchie die erste Dachorganisation aller regionalen Bauernvertretungen unter dem Titel Präsidentenkonferenz. Dieses Jubiläum nahmen die Nachfolgeorganisationen, LK Österreich und Land&Forst Betriebe Österreich, bei einer gemeinsamen Festveranstaltung zum Anlass für einen Blick auf die Herausforderungen für eine moderne Landwirtschaft.

Die Aufgaben der Interessenvertretung haben sich zwar wesentlich weiter entwickelt, doch im Kern sind sie ihrer ursprünglichen Bestimmung treu geblieben, wenn es darum geht, sich für eine funktionierende und stabile Landwirtschaft als einer Grundlage unserer Gesellschaft einzusetzen. Dabei gibt es eine enge Kooperation zwischen der gesetzlichen Interessenvertretung, der Landwirtschaftskammer, in der alle land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Österreichs Mitglied sind, und der freiwilligen Interessenvertretung, der Land&Forst Betriebe Österreich, die zusätzlich die spezifischen Anliegen der größeren Betriebe vertreten.

„Die Vertretung der Bauernanliegen in allen Facetten war, ist und bleibt Kernaufgabe der Landwirtschaftskammern. Nach wie vor gehört es zum Aufgabengebiet der gesetzlichen Bauernvertretung, ihre Mitglieder in produktionstechnischen Fragen zu beraten. Die Kammern vertreten die Land- und Forstwirte jedoch auch dem Staat und der Europäischen Union gegenüber und wickeln Aufgaben im Auftrag der Behörden in Wien und Brüssel ab. Diese moderne Form der standespolitischen Dienstleistung ist die Grundvoraussetzung für eine flächendeckende Land- und Forstwirtschaft, die hochqualitative Lebensmittel erzeugt, eine vielfältige Erholungslandschaft auch als Grundlage für die Tourismuswirtschaft schafft und erhält, nachwachsende Rohstoffe und grüne Energie produziert, dabei ökologische Kreisläufe bewahrt, der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen im ländlichen Raum nützt, für die Gesellschaft die unterschiedlichsten Dienstleistungen bereit stellt und gewachsene Tradition und Kultur lebt und vermittelt“, betonte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.

„Die Anforderungen an die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe bestehen nicht mehr nur in der Produktion von sicheren und hochwertigen Nahrungsmitteln oder von nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbarer Energie. Rund 80 Prozent der Staatsfläche werden von österreichischen Land- und Forstwirten gepflegt. Darüber hinaus leistet die Land- und Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, bei der Erhaltung der Artenvielfalt, in der Forschung und Entwicklung sowie zur Beschäftigung in strukturschwachen Regionen“, stellte Dipl.-Ing. Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, fest.

Stabilität und Zukunft sichern
Zwischen Hof, Stall, Feld und Wald ist jedoch jeder landwirtschaftliche Betrieb mit einer ganzen Reihe von Sachzwängen konfrontiert: Vorschriften aus Brüssel, die die Gemeinsame Agrarpolitik betreffen, gehören da genauso dazu, wie Regeln, die der Bund oder das Land erlassen haben. Abgaben und Steuern fallen in dieselbe Kategorie wie hohe Preise für Betriebsmittel und Vorleistungen oder niedrige Erlöse für Produkte. Natürlich kann die Interessenvertretung den Landwirten nicht das Wirtschaften abnehmen und will das auch gar nicht. Doch sie trachtet danach, dass beim Aufstellen von Spielregeln und Einsetzen von Leitplanken die Landwirtschaft berücksichtigt wird. Und sie informiert auch darüber: Eine Vielfalt an Agrarmedien, ob gedruckt oder im Internet, gibt Zeugnis von dieser umfangreichen Aktivität.

Die Land- und Forstwirtschaft kann sehr viele Grundsehnsüchte der Menschen stillen: die Sehnsucht nach Leben, nach Erleben und nach Heimat, nach Wohlbefinden, nach Langfristigkeit und Stabilität. Diese Stabilität in der Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, ist auch wesentliche Aufgabe der gesetzlichen und der freiwilligen Interessenvertretung. „Gerade in einer Zeit, in der die Landwirte als Berufsgruppe immer weniger werden, ist es wichtig, dass diese Berufsgruppe einig und geschlossen ihre Interessen vertreten kann. Das macht die Interessenvertretungen zu einem verlässlichen Partner und damit zu einem Anker für Stabilität in Zeiten des dynamischen Wandels, den wir momentan erleben und der viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger verunsichert. Denn die Landwirtschaft weiß, wohin der Weg geht“, so Gerhard Wlodkowski und Felix Montecuccoli abschließend.
 
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