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Wien, am 01.02.2008

Paula verursacht rund 6,2 Millionen Festmeter Schadholz

FORSTWIRTSCHAFT: PAULA VERURSACHT RUND 6,2 MILLIONEN FESTMETER SCHADHOLZ

Die ersten Schätzungen von Bund und Ländern zum Schadensausmaß in den österreichischen Wäldern nach dem Sturmtief Paula belaufen sich auf rund 6,2 Millionen Festmeter Holz. Das bedeutet für die betroffenen Waldbesitzer in Summe einen direkten Schaden von rund 165 Millionen Euro. „Wir begrüßen die rasche Öffnung und Dotierung des Katastrophenfonds des Bundes, da viele betroffene Waldbesitzer vor den Ruinen ihrer forstwirtschaftlichen Existenz stehen“, so DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

Die Schäden konzentrieren sich vor allem auf die Steiermark mit circa 3,5 Millionen Festmeter (Graz-Umgebung, Voitsberg, Schöckl-Gebiet, Mur- und Mürztal, Liesingtal) und Kärnten mit ca. 1,3 Millionen Festmeter Windwurf. Hier sind insbesondere St. Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Feldkirchen sowie Möll- und Maltatal betroffen. In Niederösterreich ist mit rund 250.000 Festmeter, in Oberösterreich mit etwa 150.000 Festmeter und im Burgenland mit circa 100.000 Festmeter Schadholzanfall zu rechnen. In Salzburg und Tirol konnten bisher keine größeren Schäden festgestellt werden. Die Schäden treten sowohl flächig als auch nester- und einzelstammweise auf.

Die österreichische Holz verarbeitende Industrie ist für die nächsten 2 Monate bereits mit Rohstoff gut versorgt und daher für Schadholz nur begrenzt aufnahmefähig. Die geschätzte Windwurfmenge von ca. 5,5 Millionen Festmetern stellt den Bedarf der österreichischen Holzindustrie von drei bis vier durchschnittlichen Monaten dar. In den weniger betroffenen Bundesländern Salzburg, Ober- und Niederösterreich ist das Wurfholz innerhalb der aktuellen Nachfrage absetzbar. In Kärnten und der Steiermark werden für drei Millionen Festmeter Nasslagerkapazitäten um ein Investitionsvolumen von bis zu 18 Millionen Euro geschaffen werden müssen. Die Erfahrungen aus Kyrill zeigen, dass mit den Abnehmern längerfristige Lieferprofile erstellt werden sollen und die Aufarbeitung dementsprechend abgestimmt erfolgen sollte.

„Um die Aufnahmekapazitäten zugunsten der Aufarbeitung des Sturmholzes zu entlasten, sollten noch nicht durchgeführte, jedoch geplante Nutzungen auch in den nicht vom Sturm betroffenen Gebieten vorerst zurückgestellt werden. Um die Borkenkäfergefahr so weit wie möglich zu reduzieren, müssen die Holzmengen in den Sturmgebieten umgehend aufgearbeitet werden“, betonte Felix Montecuccoli abschließend.
 
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