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Wien, am 04.08.2008

Pilzvignette in den Koralpen dient dem Schutz der Kärntner Wälder

Utl.: Übermäßiges Schwammerlsuchen stört ökologisches Gleichgewicht

Pilze schmecken nicht nur köstlich, sie dienen auch der Nährstoff- und Wasserversorgung der Bäume im Wald und sind wichtige Nahrung für viele Tiere. Wenn nun Schwammerlsucher ganze Waldgebiete plündern, führt das zu einer massiven Störung des ökologischen Gleichgewichts. Denn ein Pilz kann sich nur fortpflanzen, wenn die Sporen im Pilzhut reif werden und der Wind oder Tiere sie verbreiten. Die Einführung einer „Sammel-Lizenz“ für Pilze ist daher keine willkürliche Schikane, sondern dient der Nachhaltigkeit. Die Verantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung liegt bei den Eigentümern“, betont DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

Die Aufregung um das Koralpen-Projekt in Kärnten beruht auf dem Missverständnis, dass jeder im Wald einfach tun kann was er will. Doch auch im Wald gibt es Grenzen, die im Forstgesetz geregelt sind. Prinzipiell kann jedermann den Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten. Die Früchte eines Grundes gehören jedoch gemäß ABGB dem Grundeigentümer – auch im Wald. Das Sammeln von Pilzen bis zu zwei Kilogramm pro Person und Tag wird stillschweigend geduldet – sofern es nicht anders lautende Willensäußerungen des Waldeigentümers gibt. Der Waldbesitzer kann das Sammeln von Pilzen jederzeit verbieten oder an Erlaubnisscheine binden. In diesem Fall muss das Waldstück mit einem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet sein. Verboten ist die Durchführung und Teilnahme an Pilzsammelveranstaltungen.

„Gerade in Kärnten hat die grenzüberschreitende Sammelwut der Pilzliebhaber in der letzten Zeit überhand genommen. Ohne Einschränkungen wäre es durch die dauernde Übernutzung nicht möglich, den Artenreichtum bei Pilzen zu erhalten und eine nachhaltige Form der Waldbewirtschaftung zu sichern“, appelliert Montecuccoli an die Vernunft der Schwammerlsucher.
 
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