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Wien, am 09.06.2008

Der Naturraum Wald braucht die Rücksicht aller Besucher

Österreich hat für Erholungssuchende und Freizeitsportler herrliches zu bieten – fast die Hälfte der Landesfläche ist mit Wald bedeckt, der zum einzigartigen Naturerlebnis werden kann. Ein gemeinsames Bekenntnis zum Wald liegt nun seitens des Bundesfachverbandes für Reiten und Fahren in Österreich, der Zentralstelle der Österreichischen Landesjagdverbände, der Österreichischen Bundesforste AG und der Land&Forst Betriebe Österreich vor.

Gemeinsam wurden „Fair Play“-Regeln für das Reiten im Wald erarbeitet. „Unser Wald ist wichtig – für die Menschen, die Tiere und die Pflanzen. Faires Verhalten gegenüber anderen Waldbenutzern und gegenüber der Natur schützt diesen unverzichtbaren Lebensraum. Der gemeinsam erstellte Verhaltenskodex ist dafür ein wichtiger Beitrag“, betonte Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich anlässlich der Woche des Waldes.

Multitalent Wald
Der Wald ist nicht nur wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern speichert auch Wasser und filtert Luft. Darüber hinaus bietet er Schutz vor Lawinen und Muren. Er versorgt uns mit einem wertvollen Rohstoff – Holz. Und er bietet Generationen von Familien eine nachhaltige Existenz sowie wichtige Arbeitsplätze. Der Wald ist aber eben auch eine Ressource, die ihre Grenzen hat. Damit die Tiere im Wald ihren Nachwuchs in einer möglichst geschützten Umgebung pflegen können, lassen sie sich besonders gerne im Dickicht nieder. Kommen Menschen in ihre Nähe, fliehen sie. Dabei gehen die jungen Tiere oft verloren. Oder die Tiere ziehen sich in immer entlegenere Gebiete zurück und es kommt zu Verbisschäden. So wird die Schutzfunktion des Waldes vor Muren und Lawinen beeinträchtigt.

Etikette ist nicht nur was für die Tanzschule
„Damit der Naturraum Wald seine ökologische, ökonomische und soziale Funktion erfüllen kann, sind wir alle auf die Rücksicht der Waldbesucher angewiesen. Mit ein bisschen Verständnis für den Lebensraum und den Arbeitsplatz Wald kann jeder dazu beitragen, diese grüne Oase zu erhalten“, so Montecuccoli. Die neuen Vereinbarungen fürs Reiten im Wald machen es ganz einfach, sich sicher und richtig im Wald zu bewegen. Da das Reiten im Wald nur mit der nötigen Zustimmung gestattet ist, darf nur auf den dafür markierten Wegen geritten werden. Das bedeutet etwa, auf den extra markierten Wegen zu bleiben und gegenüber anderen Waldnutzern, wildlebenden Tieren und Pflanzen rücksichtsvoll zu sein.

Der Wald ist auch ein Arbeitsplatz, für den bestimmte Sicherheitsregeln gelten. Daher ist Reiten auf Forststraßen laut Forstgesetz prinzipiell verboten, sofern nicht eine ausdrückliche Zustimmung des Eigentümers vorliegt. Ein Ausritt nach Regenfällen oder Frostaufbrüchen könnte Forststraßen ruinieren und sollte daher vermieden werden, auch wenn die prinzipielle Erlaubnis zur Benutzung vorliegt. Damit das Wild nicht gestört wird, sollten auch Ausritte in den Dämmerungs- oder Nachtstunden unbedingt vermieden werden. Hunde sollten an der Leine geführt werden. Und natürlich sollten wir alle die Natur so hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben – ohne Abfälle. „Ich freue mich über diesen gemeinsamen Konsens und die Vorreiterrolle der Vertreter des Reitsportes beim Fair Play im Wald. Zum Schutz des Waldes wünsche ich mir solche Vereinbarungen auch mit anderen Sport- und Freizeitgruppen“, appellierte Felix Montecuccoli.
 
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