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Wien, am 23.07.2007

Mit Infotafeln im Wald richtiges Verhalten fördern

Neue Informationskampagne des Lebensministeriums und der
Land&Forst Betriebe Österreich gibt Tipps und Ratschläge für
WaldbesucherInnen

„Die neue Informationskampagne des Lebensministeriums für WaldbesucherInnen soll zu richtigem Verhalten im Wald anregen. Der österreichische Wald stellt ein großes Kapital dar – sowohl für unsere Umwelt als auch für unsere Volkswirtschaft. Um den optimalen Zustand unseres Waldes zu erhalten bzw. ihn zu verbessern, sollen die WaldbesucherInnen besser informiert werden, wie man sich im Wald verhält. Wir wollen mit diesen Tafeln Bewusstsein, Klarheit und Verständnis bei allen Waldbesuchern schaffen – um mögliche Gefahrensituationen oder Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen„, sagte Landwirtschafts– und Umweltminister Josef Pröll heute anlässlich der Präsentation der neuen Hinweis– und Informationstafeln im Naturpark Sparbach.

„Wir müssen uns ständig mit allen Faktoren auseinandersetzen, die den Zustand des Waldes gefährden können. Dies sind etwa Luftschadstoffe, der Klimawandel oder die Wald–Wildfrage. So haben wir erst vor kurzem ein europaweit einzigartiges Wildeinfluss–Monitoringsystem präsentiert, mit dem der Wildeinfluss erstmals objektiv erfasst werden kann. Insbesondere die steigende Zahl der Besucher, die in den Wald kommen, stellt einen Stressfaktor für den Wald dar„, so der Minister weiter.

Rund 70 Prozent der Bevölkerung sehen die Wälder als wichtigen Freizeit– und Erholungsraum an. Auch für den Tourismus sind Österreichs Wälder ein wichtiger Faktor, da sie aufgrund der hohen Vielfalt sowie der Ruhe und Stille besonders attraktiv sind. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sind rund 99 Prozent des heimischen Waldes für BesucherInnen begehbar.

„Gerade im Sommer kommen viele Menschen in den Wald, um dort an besonders heißen Tagen Erholung und Abkühlung zu suchen. Die Waldbesitzer heißen die Besucher als Gäste in ihren Wäldern herzlich willkommen„, betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. „Als Eigentümer tragen wir die Verantwortung dafür, dass der Naturraum seine ökologische, ökonomische und soziale Funktion nachhaltig erfüllen kann. Das Forstgesetz erlaubt es grundsätzlich, den Wald zu Erholungszwecken zu betreten. Damit der Aufenthalt wirklich erholsam wird und Gefährdungen sowie Konflikte vermieden werden, ist es notwendig, dass die Waldbesucher bestimmte Verhaltensregeln einhalten. Es ist daher wichtig, den Dialog mit allen Betroffenen zu suchen, um einen richtigen Umgang mit dem Wald sicherzustellen. Es gibt viele Dinge, die in der Natur zu beachten sind, an die man jedoch vielleicht nicht primär gedacht hätte. Darüber möchten wir die Waldbesucher mit den Hinweistafeln informieren.„


Beim Österreichischen Walddialog wurde es als wichtig angesehen, die BesucherInnen auf richtiges Verhalten im Wald aufmerksam zu machen, da sich fehlerhaftes Verhalten negativ auf das Ökosystem auswirken kann. „Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit wollen wir daher etwa erreichen, dass jedes Kind im Laufe seiner Schulzeit mindestens einmal an einer waldpädagogischen Führung teilnimmt. Mit der jetzt startenden Informationskampagne wollen wir nun die wichtigsten Verhaltensregeln den WaldbesucherInnen kurz und bündig mit auf den Weg durch den Wald geben. Die heute präsentierten Tafeln umfassen die wesentlichen Themengebiete für richtiges Verhalten im Wald und zeigen auf prägnante Weise worauf es ankommt„, stellt der Minister das neue Projekt vor.

So wird jeder Waldbesucher beim Eingang in den Wald mit einer Willkommenstafel begrüßt und darüber informiert, dass jeder den Wald zu Erholungszwecken betreten darf. Dieses „Willkommen„ steht aber auch für gegenseitige Rücksichtnahme und gewisse Spielregeln, die jeder Waldbesucher respektieren sollte. Jungwälder unter drei Meter Baumhöhe, gekennzeichnete Sperrgebiete sowie forstbetriebliche Einrichtungen dürfen zum Bespiel nicht betreten werden.

Neben dieser allgemeinen Information beim Eintritt in den Wald gibt es viele Hinweise und Tipps für die unterschiedlichen Situationen:

* Grundsätzlich sollte sich jeder Besucher und jede Besucherin im
Wald ruhig verhalten, da Lärm die Tiere verschrecken oder
beunruhigen könnte. Laute und schrille Handytöne sowie mp3–Musik
sind daher zu vermeiden. Vor zutraulichen Tieren sollte darüber
hinaus besser Abstand gehalten werden – Tollwutgefahr! Hunde
sollten außerdem stets an der Leine ihrer Besitzer gehalten
werden, da Wildtiere vor Hunden höchstes Stressverhalten zeigen.
Weites haben JägerInnen das Recht, gegen wildernde Hunde
einzuschreiten.

* Abfälle sollten nicht weggeworfen, sondern wieder mit nach Hause
genommen werden. Tiere könnten den Abfall fressen und daran
sterben. Wir wollen weiterhin auf unseren sauberen Wald stolz
sein können.

* Feuer ist eine große Bedrohung für den Wald. Offenes Feuer oder
Grillen ist nur an dafür gekennzeichneten Plätzen erlaubt. An
besonders heißen und trockenen Sommertagen wie diesen muss sogar
gänzlich darauf verzichtet werden. Brennende oder glühende
Gegenstände wie zum Beispiel Zigaretten sollten im Wald nicht
weggeworfen werden. Im Sommer reicht oft schon eine weggeworfene
Glasscherbe, um einen Waldbrand zu entfachen. Angesichts der
jetzigen Hitze und Trockenheit, ist es besonders wichtig, dieses
Gebot zu beachten, um jegliches Risiko eines Waldbrandes
auszuschalten.

* Bei Holzlagerplätzen ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten.
Sie sind keine Spielplätze. Eltern sollten zur Sicherheit ihrer
Kinder stets darauf achten, dass forstliche Arbeitsplätze nicht
betreten werden sollten. Diese Gefahr wird oft unterschätzt,
daher kam es in der Vergangenheit zu sehr vielen Unfälle.

* Mountainbiken und Reiten sind im Wald nur auf eigens dafür
ausgewiesenen Strecken erlaubt. Alpinsteige und Wanderwege sind
Wanderinnen und Wanderern vorbehalten. Mountainbiker sollen auch
stets gewisse Verhaltensregeln beachten, um Konflikte mit
Waldbesitzern zu vermeiden. Aus diesem Grund hat das
Lebensministerium gemeinsam mit den Land&Forst Betrieben
Österreich auch eine eigene „Fair Play„ Broschüre für
Mountainbiker herausgegeben, die bereits zu einer Entschärfung
der Situation beigetragen hat.

* Die Früchte des Waldes wie etwa Beeren oder Pilze sollten maßvoll
genossen werden und dürfen nur in begrenzter Menge, das heißt bis
zu zwei Kilo pro Person, mitgenommen werden. Zu beachten ist
auch, dass Pilze oder Blumen nicht wahllos ausgerissen oder
zertreten werden. Viele Pflanzen stehen darüber hinaus unter
Naturschutz.

* Campieren und Lagern bei Dunkelheit benötigt immer das
Einverständnis des Waldbesitzers. In Naturschutzgebieten ist es
jedoch grundsätzlich verboten.

„Mit dem heutigen Startschuss sind alle österreichischen Waldbesitzer eingeladen, mit uns diesen Weg zu gehen. Mit den Land&Forst Betrieben Österreich konnte ein wichtiger Partner gewonnen werden, der auch die Umsetzung in Österreichs Wäldern unterstützt. Wir hoffen, dass unsere neuen Hinweistafeln auf breite Unterstützung stoßen werden und freuen uns natürlich, wenn viele WaldbesitzerInnen unsere breit angelegte Informationsoffensive mittragen„, freut sich der Minister über die neue Informationskampagne.

Die neuen Waldtafeln sind ab sofort bei den Land&Forst Betrieben Österreich bestellbar. Genaue Informationen zur Bestellung erhalten Sie unter www.landforstbetriebe.at.

Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich
Kristin Dawes
Tel.: (++43–1) 5330227 DW 17

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43–1) 71100 DW 6703, DW 6823
 
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