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Wien, am 26.04.2007

Kein toller Käfer

Kein toller Käfer
Forstbetriebe im Einsatz gegen Waldschädling

Der heiße Sommer im letzten Jahr sowie der warme Winter haben die Vermehrung des Borkenkäfers begünstigt. Mit der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Wochen verschärft sich die Lage in den heimischen Wäldern. Es droht eine starke Ausbreitung der Forstschädlinge. Vom Wind gefällte Bäume sind ideale Brutstätten. Daher haben die Waldbesitzer nach dem Orkan Kyrill rasch reagiert. Der Großteil des Sturmholzes wurde bereits aufgearbeitet und wird laufend aus dem Wald gebracht. Mit fortschreitendem Klimawandel befallen Schädlinge wie der Borkenkäfer auch Wälder in hochgelegenen Regionen.

Hält das ungewöhnlich warme und trockene Wetter in den kommenden Monaten an, kann dies zu einer Massenvermehrung des Borkenkäfers führen. Durch die extreme Trockenheit sind die Bäume geschwächt und können daher leicht von den Schädlingen befallen werden. Auch Schadholz ist eine ideale Brutstätte für den Borkenkäfer. "Die Forstbetriebe haben daher nach dem Orkan Kyrill sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung der Schädlinge möglichst gering zu halten", erklärt Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. "Der Großteil des geworfenen Holzes ist bereits aufgearbeitet und wird laufend aus dem Wald geschafft. Aufgrund des warmen Wetters und der Trockenheit in den vergangenen Monaten müssen wir dennoch mit einer starken Zunahme von Borkenkäfern rechnen."

Die Baumschädlinge werden heuer bis zu drei Generationen hervorbringen. Die Käfer werden voraussichtlich bis Ende April ausschwärmen. Je nach Witterung bis Ende Juni und noch vorhandenen Brutstätten kann sich der Schädling explosionsartig vermehren. Der Klimawandel setzt dem Wald immer mehr zu. Das zeigt sich auch bei der Ausbreitung der Borkenkäfer: Bisher lag die Befallsobergrenze bei etwa 1.200 Meter Seehöhe. Inzwischen wurden die Baumschädlinge auch in Seehöhen bis 1.500 Meter gesichtet.


Erhöhte Wachsamkeit
"Treten Borkenkäfer in großen Mengen auf, können sie sehr leicht auch gesunde Bäume befallen", betont Montecuccoli. "Um eine großflächige Ausbreitung der Schädlinge zu verhindern, beobachten die Forstbetriebe die Lage in den Windwurfgebieten genau." Die Waldbesitzer bringen das aufgearbeitete Holz so rasch wie möglich aus dem Wald. Jedoch stoßen die Aufnahmekapazitäten in den Sägewerken und bei der Papier? und Plattenindustrie an ihre Grenzen. Denn die Holzindustrie hat sich aufgrund der Engpässe im Vorjahr gut mit Rohstoffen versorgt. Es ist daher notwendig, Zwischenlager anzulegen. Um gefährdete Baumbestände vor Käferbefall zu schützen, wird das aufgearbeitete Holz in einem Sicherheitsabstand von zumindest 500 Metern gelagert. Die Forstleute prüfen kontinuierlich, ob sich in diesen Holzlagern Borkenkäfer entwickeln. Sollte dies der Fall sein, werden die Stämme entrindet oder mit Forstschutzmitteln behandelt, um eine Vermehrung der Schädlinge zu verhindern. "Durch unsere erhöhte Aufmerksamkeit bewahren wir den Wald vor zusätzlichen Schäden", so Montecuccoli. Als weitere Schutzmaßnahme haben die Forstbetriebe Nasslager errichtet. Durch die hohe Feuchtigkeit im Holz wird der Zutritt von Sauerstoff verhindert ? so wird das Holz vor Befall mit Pilzen und Insekten bewahrt.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Kristin Dawes, Presse und Kommunikation, Land&Forst Betriebe Österreich,
Tel. 01/533 02 27?17, Mobil 0664/5109308
 
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