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Wien, am 11.08.2006

Wetterkapriolen und Hochwasser haben Erwartungen der Bauern enttäuscht

Wetterkapriolen und Hochwasser haben Erwartungen der Bauern enttäuscht

Teile der Getreideernte, Mais und Feldgemüse wurden durch anhaltende Starkregen und Hochwasser aber auch durch Trockenheit zerstört. Die ästerreichische Landwirtschaft stützt ihre Hoffnungen auf das Programm der Ländlichen Entwicklung.

Konnten wir vor zwei Wochen noch eine durchschnittlich bis gute Ernte erwarten, haben die anhaltenden Starkregen im Norden aber auch der ausbleibende Niederschlag im Süden nun viele Hoffnungen der Bauern enttäuscht. In den Hochwassergebieten wurden viele Mais, Zuckerrüben und Kartoffelbestände großteils zerstört. In der Steiermark und Kärnten treten bereits massive Trockenschäden an Mais, Kürbis und anderen Kulturen auf.
Während in den Frühdruschgebieten im Osten des Landes gute Qualitäten bei zufrieden stellenden Erträgen eingefahren werden konnten, drohen in den übrigen Regionen massive Einbußen. "Etwa ein Viertel der gesamten heurigen Erntemenge wird massive Qualitätseinbußen hinnehmen müssen", so der Präsident der Land & Forst Betriebe Österreich, DI Felix Montecuccoli.

Wenig Aussicht für Mahlweizen
Problematisch ist bei Weizen gegenwärtig die Auswuchsgefahr, da aufgrund der nassen Witterung das Korn vorzeitig (noch vor der Ernte) ins
Keimstadium gerät. In weitere Folge sind diese Weizenpartien lediglich
für Futterzwecke verwendbar.

Desaströse Lage bei Roggen
Bedingt durch drastische Auswinterungsschäden aufgrund des
lang andauernden Winters, waren bereits die Anbauflächen bei Roggen
deutlich rückläufig. Aufgrund der jüngsten Regenperiode, mit
Niederschlägen von teilweise über 100ml, ist die diesjährige
Roggenqualität besonders beeinträchtigt. Erste Einschätzungen gehen
davon aus, dass 2006 mit einer Unterversorgung an heimischen Mahlroggen zu rechnen ist. Die Zahlungen aus dem Katastrophenfond sind zwar eine große Hilfe, decken die entstandenen Schäden jedoch nur zu maximal 20%. In manchen Regionen des Waldviertels fahren die Bauern schon die dritte Missernte in Folge ein.

Soja und Sonnenblume ebenfalls in Mitleidenschaft
Auch im Bereich Ölfrüchte und Mais ist mit Rückschlägen zu rechen.
Hier wiederum war die Julihitze für Qualitäts– und Ertragseinbußen
verantwortlich. Speziell betroffen sind leichte und schottrige Standorte, welche kaum über Wasserrückhaltevermögen verfügen. In den klassischen Spätmaislagen erwarten wir noch eine durchschnittliche Ernte, so Montecuccoli.

Ländliche Entwicklung – die bewährte Stütze
Das Programm der Ländlichen Entwicklung ist für den überwiegenden Teil der ästerreichischen Landwirtschaft eine verlässliche Stütze für die Zukunft. Die Neuausrichtung mit einem neuen Schwerpunkt für die betriebliche Entwicklung und Stärkung der Ausbildung wird die junge Generation für die Aufgaben in der Zukunft rüsten.
Die ungekürzte Fortführung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (Bergbauernförderung) anerkennt die schwierige Situation der Berglandwirtschaft. Das Umweltprogramm (ÖPUL) setzt mit notwendigen Anpassungen den erfolgreichen Weg fort.
"Der grüne Pakt von Landwirtschaftsminister DI Josef Pröll ermöglicht den ästerreichischen Bauern notwendige Anpassungen und eine Entwicklung bis zum Jahr 2013 in abgesicherten Rahmenbedingungen" lobt DI Felix Montecuccoli den Entwurf zum Programm der Ländlichen Entwicklung für die Jahre 2007 bis 2013.


Rückfragehinweis:
Land & Forst Betriebe Österreich
DI Hans Grieshofer
Tel 01–5330227
 
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