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Wien, am 24.07.2006

Extreme Trockenheit erhöht Waldbrandgefahr

Extreme Trockenheit erhöht Waldbrandgefahr
Forstbetriebe bitten Waldbesucher um besondere Vorsicht

Die vergangenen Wochen brachten in Österreich Temperaturen mit weit über 30 Grad. Die extreme Trockenheit begünstigt die Waldbrandgefahr. Waldbesucher sollten keine Gegenstände liegen lassen, die sich leicht entzünden. Besonders gefährlich sind Zigaretten und das Hantieren mit offenem Feuer.

"Aber auch Gläser, Flaschen und Dosen können sehr schnell ein Feuer auslösen", betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. "Durch die gebogene Form des Glases werden die Sonnenstrahlen und ihre Wärme gebündelt, das Metall der Dosen heizt sich rasch auf. Auf dem trockenen Waldboden kann die starke Hitze schnell zu einem Feuer führen." Auch Auspuffanlagen können Brände auslösen: Autos werden oft am Rand von Waldwegen ins Gras gestellt. Bei längerer Hitze ist das Gras völlig ausgetrocknet und kann sich durch den heißen Auspuff rasch entzünden.

Um die Gefahr eines Waldbrandes niedrig zu halten, errichten die Forstbetriebe Biotope und Tümpel. So wird Wasser im Boden gespeichert. Damit Waldbrände möglichst schnell gestoppt werden können, legen die Forstbetriebe Löschteiche an. Das hat im Falle eines Feuers große Vorteile: auf diese Weise steht das benötigte Löschwasser sofort zur Verfügung. Gute und ausreichende Forststraßen garantieren, dass die Einsatzkräfte rasch zum Brandort gelangen können.

Waldwege nicht verlassen
Auch die Wildtiere leiden unter den hohen Temperaturen. Wie die Menschen versuchen auch sie, ihren Kreislauf durch Ruhe und geringe Bewegung möglichst wenig zu belasten. Die meisten Waldtiere haben jetzt Junge und suchen an kühlen Plätzen Schutz vor der Hitze. Kommen Menschen in ihre Nähe, fliehen sie ? dabei gehen die jungen Tiere oft verloren. "Die Forstleute konzentrieren ihre Arbeit daher auf ausgesuchte Flächen, um das Wild nicht zu stören", erklärt Montecuccoli. Waldbesucher sollten auf den Wegen bleiben und ihre Hunde unbedingt an der Leine führen. Auch Mountainbiker müssen die Wege nicht verlassen, um den Wald zu erkunden: ihnen steht inzwischen ein umfangreiches Routennetz von über 20.000 km zur Verfügung.


Rückfragehinweis:
Kristin Dawes, Presse und Kommunikation, Land&Forst Betriebe Österreich,
Tel. 01/533 02 27–17, E–mail: dawes@landforstbetriebe.at
 
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