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Wien, am 16.06.2006

Holz ist Rohstoff der Zukunft

Montecuccoli zur Woche des Waldes: Holz ist Rohstoff der Zukunft

Utl.: Forstbetriebe liefern wichtigen Beitrag zur Beschäftigung und
Energieversorgung =

Wien (AIZ) – Auf die große Bedeutung und die Leistungen der heimischen Forstwirtschaft mit ihrem umsichtigen Waldmanagement verweist der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, Felix Montecuccoli, anlässlich der diesjährigen Woche des Waldes. Sie findet vom 19. bis 25.06. unter dem Motto "WALD – Wir Alle Leben Davon" statt. Der Wald sei bereits jetzt ein bedeutender Wirtschafts– und Arbeitsplatzfaktor; künftig werde seine Rolle in der umweltfreundlichen Energieversorgung noch wichtiger, so Montecuccoli.

"47% unserer Landesfläche sind mit Wald bedeckt. Er ist ein wertvoller Lebens– und Naturraum, er beherbergt die meisten der heimischen Tier– und Pflanzenarten. Die Forstbetriebe stellen der Bevölkerung somit einen besonderen Erholungsraum zur Verfügung. Der Wald erfüllt aber noch viele andere Funktionen: Er bietet Schutz vor Naturgefahren wie Lawinen und Muren, er ist Wasserspeicher und Luftfilter. Darüber hinaus produziert dieser Naturraum den nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoff Holz", gibt Montecuccoli zu bedenken.

Heimischer Wald zum Großteil in privater Hand

"Diese umfassenden Leistungen ermöglicht die ästerreichische Forstwirtschaft mit ihrem umsichtigen Waldmanagement. Für die nachhaltige Waldwirtschaft sorgen in Österreich zu einem großen Teil, nämlich zu 80%, private Waldbesitzer: Etwa 180.000 Familien besitzen – oft auch nur ein kleines Stück – Wald und bewirtschaften dieses im Sinne des Generationenvertrages", erläutert der Präsident. Auch die Österreichische Bundesforste AG arbeite nach den Traditionen des Privatwaldes.

Holz ist wichtiger Faktor in der ästerreichischen Außenhandelsbilanz

Die Waldbäume bilden hierzulande einen Holzvorrat von über 1 Milliarde m3, mehr als 31 Mio. m3 wachsen jährlich dazu. Nur zwei Drittel des Zuwachses werden derzeit genutzt. Beim Holzvorrat pro Hektar ist Österreich mit 325 m3 unangefochtener Meister in der EU. Die Nutzung des Holzes sichert in Österreich direkt und indirekt 250.000 Arbeitsplätze. Forstbetriebe, Sägeindustrie, Holzverarbeiter, Papier– und Spanplattenerzeuger sowie Tischler und Zimmerleute machen Holz zum wichtigsten Aktivposten der Leistungsbilanz. Die Holzexporte sind ein bedeutender Faktor in der ästerreichischen Außenhandelsbilanz. Mit rund EUR 3 Mrd. Exportüberschuss ist die Forst– und Holzwirtschaft neben dem Tourismus der wichtigste Devisenbringer.

Holz als Energieträger erfährt zunehmende Bedeutung

"Die sprunghaft angestiegenen Ölpreise und die Folgen des Klimawandels zeigen und ganz klar, dass die künftige Energieversorgung Österreichs und Europas auf erneuerbaren Rohstoffen aufgebaut sein muss. Holz wird auch als CO2–neutraler Energieträger und Alternative zu fossilen Brennstoffen in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die EU trägt diesem Umstand mit ihrem Biomasse–Aktionsplan Rechnung. Ziel ist die Steigerung der Biomasse–Nutzung bis 2010 um 15%", unterstreicht der Präsident. In Österreich werde derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung des nationalen Aktionsplans gearbeitet. Damit wolle man die Versorgungssicherheit erhöhen, stabilere Energiepreise ermöglichen und die Wertschöpfung in ländlichen Regionen fördern.

Für eine verstärkte Nutzung von Holz zu Energiezwecken (Biomasse–Heizwerke usw.) bestehe in Österreich – auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit – noch ein großes Potenzial. Um das benötigte Holz aufzubringen, müssten aber verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein: "Wir brauchen einen aufnahmefähigen Markt und einen Holzpreis, der auch die Kleinwaldbesitzer motiviert, ihr Holz dafür zu nutzen", so Montecuccoli.

Vernünftige politische Rahmenbedingungen notwendig

Generell fordert der Präsident für die Forstwirtschaft vernünftige politische Rahmenbedingungen: Die Naturschutzpolitik müsse sich auf berechtigte und wesentliche Anliegen konzentrieren. Dafür stünden die Forstbetriebe als Partner zur Verfügung. "Die ästerreichischen Forstbetriebe stehen für eine Nachhaltigkeit auf drei Säulen:
äkonomisch, äkologisch und sozial. Beim sozialen Aspekt liegt ein Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Forst– und Holzwirtschaft", hält der Präsident fest. Die Holznutzung und –verarbeitung finde im ländlichen Raum und in strukturschwachen Gebieten statt, das sei ein wichtiger strukturpolitischer Aspekt.

Das Thema Holz als wichtiger Faktor für Tourismus und Wirtschaft steht übrigens auch im Mittelpunkt des "Europa Forum Turracher Höhe", das heuer in der "Woche des Waldes" von 23. bis 24.06. stattfindet. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Präsentation der "Holzcharta":
Mit ihr will man ein verstärktes Bewusstsein für die Verwendung von Holz als Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft schaffen. (Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ – Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533–18–43, mailto:pressedienst@aiz.info
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FAX: (01) 535–04–38
 
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