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Wien, am 26.09.2005

Wachsender Rohstoff gegen wachsende Kosten

Wachsender Rohstoff gegen wachsende Kosten
Biomasse – die umweltfreundliche Antwort auf steigende Energiepreise

Die explodierenden Preise für Öl und Erdgas belasten die Konsumenten ? sowohl im Straßenverkehr, aber insbesondere bei den Heizkosten. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist in der Energieerzeugung eine kostengünstige und äkologische Alternative zu den umweltschädlichen fossilen Brennstoffen. Im Hinblick auf den Klimaschutz muss die Energiepolitik innovative Holzenergiekonzepte und den Einsatz der umweltfreundlichen Biomasse fördern.

In Österreichs Wäldern stehen enorme Mengen Biomasse für eine umweltschonende Energieerzeugung zur Verfügung. Insgesamt beträgt der jährliche Holzzuwachs über 30 Millionen Vorratsfestmeter, davon werden jedoch nur 60 Prozent tatsächlich genutzt. Österreich hat sich im Kyoto–Protokoll von 1990 verpflichtet, den Ausstoß von umweltschädlichen Treibhausgasen bis zum Jahr 2010 um 13 Prozent zu senken. Die Realität weist jedoch in eine bedrohliche Richtung: 2003 wurde um 16,6 Prozent mehr an CO2 ausgestoßen als im Basisjahr 1990. "Nur der konsequente Umstieg auf äkologisch nachhaltige Produkte kann dem drohenden Klimawandel entgegen wirken", betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. "Dabei spielt Holz eine zentrale Rolle. Der vielseitige Rohstoff aus unseren Wäldern wird naturnah produziert, wächst nach und ist CO2–neutral. Zudem ist das Heizen mit Holz deutlich günstiger, als mit dem teurem Erdöl und Erdgas."


Schutz für Umwelt und Brieftasche

Ein Jahresbrennstoffkosten–Vergleich des Biomasse–Verbandes zeigt klar die Vorteile von neuen Holzheizsystemen auf: Die Bewohner eines Einfamilienhauses mit einer Wohnnutzfläche von 180 m2 und einem jährlichen Energieverbrauch von 150 kWh/m2 belastet das Heizen mit Heizöl Extra Leicht pro Jahr mit 1.970,–– Euro. Das Heizen mit Erdgas reißt mit 1.373,–– Euro ebenfalls ein großes Loch ins Jahresbudget. Demgegenüber können sich Besitzer einer Hackschnitzelheizanlage über deutlich geringere Jahreskosten von 833,–– Euro freuen. Auch Holzpelletsanlagen schonen die Geldbörse ? mit Jahreskosten von 1.058,–– Euro ist auch sie gegenüber Heizsystemen mit Öl oder Erdgas klarer Sieger.

In der Energiepolitik müssen Einsparungsmaßnahmen Vorrang vor dem billigen Preis haben, nachwachsende CO2–neutrale Energieträger sollten in der Energiegewinnung grundsätzlich die erste Wahl sein. Staatlich geförderte Kesseltauschaktionen können den Umstieg von veralteten Öl– und Gasheizungen auf moderne, komfortable Holzheizsysteme beschleunigen. Im Gegensatz zu Heizöl stellen Holzheizungen außerdem kein potenzielles Risiko für das Grundwasser dar, wie das Hochwasser im Jahr 2002 und auch dieses Jahr gezeigt haben.





Steuermehreinnahmen von Treibstoffen für Ökoziele nutzen

Benzinverbilligungen mittels politischem Gewaltakt führen energiepolitisch in die Sackgasse. Daher sollten die Steuern auf fossile Treibstoffe nicht gesenkt werden. Handlungsbedarf sieht Montecuccoli demgegenüber an folgender Stelle: "An den steigenden Spritpreisen verdient der Finanzminister kräftig mit. Denn damit werden die Einnahmen aus der Umsatzsteuer höher. Allein im Zeitraum Juni 2004 bis Juni 2005 betrugen diese Mehreinnahmen eine satte Summe von über 340 Millionen Euro. Diese Gelder sollten genutzt werden, um erneuerbare Energien verstärkt einzusetzen." Die Forschungsmittel für alternative Energien müssen signifikant aufgestockt werden. Zudem sollten sich die Verantwortlichen auf die Wohnbauförderung von Niedrigenergiekonzepten und Biomasseheizungen konzentrieren. Auch sollte Holz insbesondere beim Innenausbau von Bürobauten eingesetzt werden ? denn der natürliche Rohstoff hat einen positiven Effekt auf das Raumklima.


Forstbetriebe pflegen Wälder

Die ästerreichischen Waldbesitzer sorgen seit Generationen verantwortungsvoll für die Gesundheit unserer Natur. "Der Wald darf nicht der Mistkübel für Treibhausgase und Schadstoffe sein", fordert Montecuccoli. "Diese Emissionen schädigen die Wälder, aber keiner zahlt dafür." Nicht erneuerbare Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas sowie Kohle sind auch deswegen so billig, weil deren Entsorgung und Schäden nicht abgegolten werden müssen.



Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Kristin Dawes, Presse und Kommunikation,
Tel. 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@landforstbetriebe.at
 
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