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Wien, am 02.09.2005

übermäßiges Schwammerlsuchen stört äkologisches Gleichgewicht

übermäßiges Schwammerlsuchen stört äkologisches Gleichgewicht
Nur geringe Mengen für Eigenbedarf sammeln

Herbstzeit ist Pilzzeit. Das feucht–warme Wetter der letzten Wochen hat die begehrten Früchte sprießen lassen. Jetzt beginnt die Suche danach. Doch für den Wald sind die Pilze lebensnotwendig.

Pilze haben eine wichtige Versorgungsfunktion für Waldbäume. übermäßiges Schwammerlsuchen führt zu einer Störung des sensiblen äkologischen Gleichgewichts.
"Denn das sichtbare Schwammerl ist nur der Fruchtkörper eines im Waldboden weit verzweigten Geflechts von Pilzfäden", erklärt Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. "Diese bilden mit den Baumwurzeln eine Lebensgemeinschaft. Sie versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen und Wasser." Zudem hat der Pilzgeflechtmantel eine Reservefunktion sowie eine mechanisch schützende Wirkung. Auch die bekannten Speisepilze erfüllen diese wichtigen Aufgaben.

Naturfreundlich sammeln
Doch ein Pilz kann sich nur fortpflanzen, wenn die Sporen im Pilzhut reif werden und der Wind oder Tiere sie verbreiten. Besonders schlimm ist es daher, wenn Schwammerlsucher ganze Waldgebiete plündern. "Dies führt zu einer nachhaltigen Störung des Ökosystems Wald", betont Montecuccoli. "Daher sind gesetzliche Beschränkungen notwendig." Das Forstgesetz erlaubt jedermann pro Tag bis zu zwei Kilogramm Pilze zu sammeln ? sofern es nicht anders lautende landesgesetzliche Regelungen gibt und das Sammeln nicht vom Waldbesitzer untersagt wird. Wer zu Erwerbszwecken sammeln will, benötigt eine Bewilligung des Waldeigentümers. Verboten ist die Durchführung und Teilnahme an Pilzsammelveranstaltungen, sofern diese nicht genehmigt sind. Der Besitzer kann, das Sammeln von Pilzen oder Beeren an Erlaubnisscheine binden oder ganz verbieten. In diesem Fall muss das Waldstück mit einem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet sein.

In der Praxis können die Forstleute aber nur schwer Kontrollen durchführen. "Deshalb sollte es für jeden Schwammerlsucher Ehrensache sein, nur geringe Mengen für den Eigenbedarf mit nach Hause zu nehmen", so Montecuccoli. "Denn die Pilze gehören zum Wald und dürfen nicht ausgerottet werden."

Achtung vor giftigen Pilzen
Pilze sammeln ist ein Vergnügen, aber nicht ohne Risiko. Denn von den 5.000 Pilzen, die in Mitteleuropa vorkommen, sind etwa 150 giftig. Die Sammler müssen sich daher gut auskennen, damit in den Körben und Kochtöpfen keine gefährlichen Vertreter landen. Wer sich bei einer Pilzart unsicher ist, sollte unbedingt einen Experten befragen. In Österreich führt in allen Landeshauptstädten die jeweilige Lebensmittelaufsicht Pilzberatungen durch. Am besten ist es immer, gleich die ganzen Schwammerl zur Beratung mitzunehmen.

Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich
Mag. Kristin Dawes, Presse und Kommunikation
Tel. 01/533 02 27–17, Mobil 0664/510 93 08, e–mail: dawes@landforstbetriebe.at
 
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