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Wien, am 14.02.2005

Kraftpaket für schwache Regionen

Kraftpaket für schwache Regionen
Ländliche Entwicklung muss innovative Betriebe und Umweltschutz fördern

Mit dem EU–Programm "Ländliche Entwicklung" sollen benachteiligte Gebiete gestärkt werden. Welche Strategien hier ans Ziel führen können, wird bei der diesjährigen Wintertagung des Ökosozialen Forum Österreich diskutiert. Größere land– sowie forstwirtschaftliche Betriebe haben Leitcharakter und sind wichtige Arbeitgeber in schwachen Regionen. Zudem stellen sie für Umweltmaßnahmen umfangreiche äkologische Flächen zur Verfügung. Die Förderung dieser Betriebe stärkt ländliche Gebiete und erhöht ihre Wettbewerbsfähigkeit.

"Ein Schwerpunkt im Programm zur ländlichen Entwicklung sollte daher auf der Modernisierung der Land– und Forstwirtschaft liegen", fordert Felix Montecuccoli, Vizepräsident der Land&Forst Betriebe Österreich, anlässlich der heute beginnenden Wintertagung in Wien. Die Gelder in diesem Förderungstopf kommen aus der obligatorischen Modulation: Seit Beginn dieses Jahres erhalten größere Betriebe geringere Betriebsprämien ? am stärksten betroffen davon sind die Ackerbaubetriebe.

Bisher waren die Investitionsförderungen nicht für alle Betriebe und Sparten zugänglich. In Zukunft sollte dieses Modernisierungsprogramm jedoch alle aktiven land– und forstwirtschaftlichen Betriebe unabhängig von ihrer Größe unterstützen. Denn die Förderung von Innovationen ist der Schlüssel für starke und wettbewerbsfähige Betriebe. Gerade im Bereich von Kooperationen zeigen sich die Vorteile: Für kleinere Betriebe lohnt sich die Anschaffung modernster Maschinen nicht, jedoch können sie im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften die Geräte der größeren Partner nutzen. Auf diese Weise können alle Beteiligten von der neuesten Technik und den Erfahrungen der anderen profitieren, gleichzeitig werden die Betriebsmittel optimal eingesetzt.

Hohes Qualitätsniveau bewahren

Mit den Fördermitteln sollten zudem Anreize für die Sicherheit von land– und forstwirtschaftlichen Produkten geschaffen werden. So tragen etwa beste Lagermöglichkeiten zu einer optimalen Qualität von Marktfrüchten wie etwa Getreide oder Mais bei. In klimatisch benachteiligten Gebieten unseres Landes – vor allem dem trockenen Osten ? könnten viele Betriebe mit verbesserten Bewässerungsanlagen das Ernteergebnis erhöhen.

In Österreich liegen viele land– und forstwirtschaftliche Betriebe in benachteiligten Gebieten. Sie sind aufgrund ihrer naturgegebenen Lage und klimatischen Bedingungen schwer zu bewirtschaften. Damit sie trotz dieser Nachteile wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie auch in Zukunft Ausgleichszahlungen erhalten.

Um den Klimaschutz zu fördern, sollte zudem die Nutzung von nachwachsender Energie unterstützt werden: Mit dem Einsatz von Biomasse sowie Biogas zur Erzeugung von Wärme und Strom leisten bereits heute viele Betriebe einen großen Beitrag für eine gesunde Umwelt. Auch die Verwendung von Pflanzenölen als umweltfreundliche Treibstoffe sollte verstärkt gefördert werden.

Im Einsatz für Natur und Umwelt

Im Rahmen der Ländlichen Entwicklung sollte auch das erfolgreiche Umweltprogramm ÖPUL weiter geführt werden. Im Mittelpunkt müssen dabei jene Maßnahmen stehen, die den größten Umfang haben: Dazu gehören das Bio–Programm, der Verzicht auf Betriebsmittel wie Dünger oder Pestizide, das offen halten von Kulturlandschaft sowie das Begrünen von Ackerflächen.

Von großer Bedeutung sind zudem die Grünland–Programme, weil diese wesentlich zum Erhalt der Kulturlandschaften beitragen. Die Prämien sollten jedoch ausschließlich am erbrachten Leistungsumfang bemessen werden: Größere Betriebe bringen ausgedehnte äkologische Flächen ein und leisten damit einen maßgeblichen Beitrag zur umweltfreundlichen Bewirtschaftung. Sie sind jedoch durch die Obergrenze im ÖPUL derzeit stark benachteiligt. "Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen steht für uns an erster Stelle", betont Montecuccoli. "Jedoch sollte jeder Hektar im ÖPUL gleich viel wert sein."


Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Kristin Dawes, Presse und Kommunikation,
Tel. 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@landforstbetriebe.at
 
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