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Wien, am 10.05.2004

Wald, Holz und Rock'n Roll

Wald, Holz und Rock?n Roll
Stones Keyboarder Chuck Leavell ist passionierter Waldbesitzer

Er spielte bei den Allman Brothers, mit Aretha Franklin, Eric Clapton, George Harrison und pflegte als eigene Band "Sea Level". Seit über 20 Jahren ist Chuck Leavell Mitglied der Rolling Stones. Doch seine wahre Liebe gehört den Bäumen – seit 1981 bewirtschaftet er mit seiner Familie in Georgia einen Wald. Den Erfahrungsaustausch mit dem Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe nutzt er, um sich über neue Techniken im nachhaltigen Waldmanagement zu informieren.

"Auf Tourneen spricht Chuck ständig von Bäumen?das geht mir manchmal ganz schön auf die Nerven! Doch seine Leidenschaft für die Forstwirtschaft ist unbestritten, und er hat durch diese Leidenschaft wichtige Beiträge für die Umwelt geleistet", sagt sein Kollege Mick Jagger. In seinem Buch "Forever Green" hat Leavell seine Vorstellungen über eine moderne und nachhaltige Familienforstwirtschaft zusammengefasst, im Herbst wird es am deutschen Markt erscheinen.

Sein Interesse für den Wald entdeckte der Keyboarder erst Anfang der 80er – zu der Zeit, als er bei den Stones einstieg. Damals erbte seine Frau Rose Lane das Anwesen ihrer Familie, zu dem 480 Hektar Wald gehörte. Um sich das nötige Wissen für die Bewirtschaftung anzueignen, studierte er Forstwirtschaft: "Auf Tourneen habe ich zwischen den Auftritten gebüffelt und mich auf die Prüfungen vorbereitet", erzählt Leavell. Heute gehören zur "Charlane Plantation" gut 800 Hektar Wald, die er mit seiner Familie bewirtschaftet.

Holz macht Musik

Chuck Leavell setzt sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und den verstärkten Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Für sein Engagement wurde er in Georgia bereits zwei Mal zum "Treefarmer of the Year" ausgezeichnet, 1999 wurde er sogar zum "National Outstanding Tree Farmer of the Year" der USA ernannt. Holz spielt für den weltbekannten Solo–Pianisten nicht nur in seinem Leben als Forstwirt eine besondere Rolle: "Ohne Holz gäbe es für mich kein Klavier und somit keine Musik", betont Leavell. Für einen Bösendorfer Konzertflügel benötigt man übrigens 1,5 Festmeter Holz. Für den Resonanzboden und das Gerüst des Instrumentes verwenden die Hersteller Fichte, die in Höhen über 1.000 Metern gewachsen ist.

Nadelholz hat in den USA eine große Bedeutung, das Land ist der größte Nadelschnittholzverbraucher der Welt: jährlich werden 96 Millionen Kubikmeter verbraucht. Davon werden rund 36 Millionen Kubikmeter importiert, rund 90 Prozent dieses Holzes stammt aus Kanada. Europa liefert rund 1,5 Millionen Kubikmeter in die USA. "Mit einem Exportvolumen von 353.000 Kubikmeter im Jahr 2003 im Wert von 51 Millionen Euro, gewinnt der amerikanische Markt auch für Österreich zusehends an Bedeutung", sagt Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe. "Damit exportieren wir über fünf Prozent unseres Nadelschnittholzes in die USA."

Der pro–Kopf–Verbrauch liegt in Amerika bei rund 0,34 Kubikmeter im Jahr. Im Waldland Österreich verbraucht jeder Bewohner 0,64 Kubikmeter, in den EU15 liegt der Verbrauch bei 0,2 Kubikmeter und in den neuen EU–Staaten bei 0,11 Kubikmeter jährlich.

Internationale Forstgemeinschaft

Weil Chuck Leavell die Natur und Wälder am Herzen liegen, nutzt er seine Reisen, um die Forstwirtschaft der jeweiligen Länder kennen zu lernen. Bei seinem Besuch in Österreich freut er sich darauf, Erfahrungen mit Forstexperten auszutauschen und sich über neue Techniken im nachhaltigen Waldmanagement informieren.

Wie in Europa, gibt es in den USA viele Familien, die vom Wald leben. Rund 33 Prozent der amerikanischen Staatsfläche besteht aus Wäldern, davon sind fast 60 Prozent in privater Hand. Die persönliche Verbundenheit des Eigentümers mit seinem Wald hat sich auf beiden Kontinenten bewährt: Große Waldverluste und Raubbau gibt es vor allem in jenen Ländern, wo keine klaren Eigentumsverhältnisse und kein gelebter Generationenvertrag vorliegen. Viele Waldfamilien stehen jedoch vor globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und Umweltproblemen. Aus diesem Grund gewinnt die weltweite Zusammenarbeit immer mehr an Bedeutung. "Wir haben erkannt, dass uns die Philosophie einer nachhaltigen Waldwirtschaft und der gelebte Generationenvertrag weltweit mit vielen Waldbauern verbindet", erklärt Schenker. "Die internationale Familienforstwirtschafts–Allianz IFFA bildet eine gute Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen." Das weltweite Netzwerk wurde aus bestehenden Organisationen etabliert. Neben regelmäßigen Treffen und der Teilnahme an internationalen Konferenzen, wird damit der persönliche Kontakt von Waldfamilien durch gegenseitige Besuche der Forstbetriebe gefördert.

Diese Kooperation kommt auch den Konsumenten zugute. Denn mit dem Verband der "American Tree Farmer" verbindet die ästerreichischen Forstbetriebe die Forderung, dass Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen sollen. Dieser Herkunftsnachweis wird mit dem Gütesiegel PEFC gewährleistet. Die nachhaltige Familienforstwirtschaft hat für die Ressourcenversorgung weltweit maßgebliche Bedeutung:
Dadurch wird nur soviel Holz geerntet, wie nachwächst. Das Naturprodukt ist unsere wichtigste erneuerbare Ressource, beinhaltet keine Schadstoffe und ist vielseitig einsetzbar. Für Chuck Leavell gehören Wald und Holz zu einer seiner drei großen Leidenschaften: "Meine Familie, meine Bäume, meine Musik."


Rückfragehinweis:
Kristin Dawes, Presse & Kommunikation, Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, Tel. 01/533 02 27–17, e–mail: dawes@hvlf.at
 
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