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Wien, am 27.01.2004

Österreichs Wälder in guten Händen

Österreichs Wälder in guten Händen
Waldinventur bestätigt naturnahe Bewirtschaftung der Forstbetriebe

Die Waldfläche unseres Landes nimmt stetig zu, über 47 Prozent Österreichs sind inzwischen mit Wald bedeckt. Diese erfreulichen Zahlen wurden heute bei der Präsentation der aktuellen Waldinventur bekannt gegeben. Den Forstbetrieben ist es gelungen, die äkologischen und äkonomischen Anforderungen miteinander zu vereinen. Das zeigt sich an der starken Zunahme der Mischwälder und der Naturverjüngung.

Insgesamt haben die Laub– und Mischwälder seit 1980 um acht Prozent zugenommen. "Zu dieser positiven Entwicklung haben die größeren Forstbetriebe viel beigetragen", betont Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe. "Denn für ein professionelles Management der Wälder werden Forstleute mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung sowie umfassender Erfahrung benötigt."

Die Fichte ist in Österreich die von Natur aus häufigste Nadelbaumart und für die Forstbetriebe von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Zur Sicherung der Erträge wurde in der Vergangenheit die Fichte auch in Gebieten angepflanzt, wo sie nicht natürlich vorkam. Wie die Ergebnisse der Waldinventur zeigen, setzen die Betriebe heute auf eine naturnahe Zusammensetzung der Baumarten. Für die Zukunft der Forstwirtschaft ist entscheidend, dass auch die Laubbäume vom Markt angenommen werden.

Natürliche Verjüngung fördert gesunde Wälder
Die Zunahme der Waldfläche findet zu fast 90 Prozent im bewirtschafteten Hochwald statt. Das bestätigt, dass die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder für die ästerreichischen Forstbetriebe einen hohen Stellenwert einnimmt. Die stärkste Zunahme verzeichnen die Bundesländer Niederästerreich und Steiermark.

"In den vergangenen Jahren haben die Betriebe aus betriebswirtschaftlichen und vor allem äkologischen Gründen verstärkt auf eine natürliche Verjüngung ihrer Bestände gesetzt", so Schenker. "Sind die Mutterbäume an einen Standort angepasst, bringt die nachfolgende Baumgeneration die beste Voraussetzung für gesunde Wälder." Von den heranwachsenden jungen Bäumen sind siebzig Prozent so entstanden. Insgesamt ist der Anteil der Naturverjüngung um zwanzig Prozent gestiegen.

Mit Sorge sehen die Forstbetriebe den Anstieg der Schälschäden durch Hirsche. Eine erste Analyse zeigt jedoch, dass die Schäden gebietsweise konzentriert auftreten und daher pauschale Aussagen unmöglich sind. Jedenfalls zeigen die Ergebnisse, dass das Wildmanagement ein hohes fachliches Wissen und besonderen Einsatz erfordert. Anders wäre kaum erklärbar, dass in bekannten Kerngebieten des Rotwildes Regionen ohne nennenswerte Schäden existieren.
Bemerkenswert ist, dass kaum noch Kahlschläge durchgeführt werden: Österreich gehört weltweit zu den Ländern mit der kleinflächigsten Nutzung. Wie sinnvoll diese Entwicklung ist, muss jedoch anhand einer detaillierten Auswertung der Waldinventur wissenschaftlich hinterfragt werden. Denn gewisse Baumarten wie die Lärche oder bestimmte Vogelarten wie etwa der Auerhahn brauchen viel Licht und Raum.


Rückfragehinweis:
Kristin Dawes, Presse und Kommunikation, Hauptverband der Land– und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, Tel. 01/533 02 27–17, Mobil 0664/510 93 08,
e–mail: dawes@hvlf.at
 
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