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Wien, am 10.11.1999

Der Bauer ist KEIN Millionär !

Wien – 10.11.1999. Der Rübenbauernbund (RBB) hat in den letzten Tagen alle seine
Pflichtmitglieder aufgefordert, für Anteile an einer neugegründeten Genossenschaft
öS 13.600,––/ha Zuckerrübenfläche zu zeichnen. Hintergrund dafür ist der Kauf von zusätzlich 3% AGRANA–Anteilen im Wert von öS ? Milliarde. Verkäufer war bereits 1997 die Raiffeisen LB NÖ. Nunmehr sollen die Rübenbauern diesen Kauf "freiwillig" finanzieren.
Der Bauer ist KEIN Millionär !
Utl.: Mißachtung der Interessen vieler Pflichtmitglieder
Geworben wird seitens des Rübenbauernbundes (RBB) mit dem Recht auf Handelbarkeit,
möglicher Mitsprache, einer privatrechtlichen Absicherung des einzelbetrieblichen Rüben–lieferrechtes und einer Verzinsung der Anteile.
Trotz einseitiger Information durch den RBB über die vermeintlichen Vorteile des Beteili–gungsmodells haben viele Rübenbauern massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser
beträchtlichen Investition.
Wissen doch viele, daß mit gebündelten 9 % AGRANA – Stammaktien
– eine durchgreifende Mitsprache unmöglich ist,
– daß eine Verzinsung von derzeit 2,3 % p.a. denkbar uninteressant ist,
– daß Genossenschaftsanteile nicht an der Wertsteigerung der AGRANA teilhaben können,
– daß das Recht auf Handelbarkeit eigentlich jedem zusteht und
– daß für all das öS 13.600,––/ha zuviel Geld ist.
Mißtrauen rufen auch die Statuten hervor, welche u.a. hohe jährliche Mitgliedsbeiträge
vorsehen (möglicherweise auch zur Finanzierung künftiger Kapitalaufstockungen ?)
Bis dato gab es keine Sicherstellung, daß der Rübenbauernbund auch in Zukunft die Interes–sen aller Rübenbauern – beteiligter wie nichtbeteiligter – in gleicher Weise vertreten wird. Vor allem in den Bereichen Rübenpreis, Rübenlieferrecht, Liefermodus und Andienungsrecht der Rüben dürfen Nichtbeteiligte nicht schlechter gestellt werden. Dies ist wohl die Aufgabe einer Pflichtvertretung, welche jahrzehntelang von den Rübenbauern finanziert wurde.
Der einsame Vorstandsbeschluß des RBB, ? Milliarde auszulegen, stößt auf zunehmende Ablehnung der Bauern und die einseitige Information verunsichert zusätzlich.
Notwendig ist deshalb eine definitve Absicherung der nichtbeteiligten Rübenbauern,
objektive Information und offene Diskussion, sowie eine grundlegende überarbeitung des Beteiligungsmodells bis hin zur Option, vom AGRANA – Anteilskauf zurückzutreten.
Rückfragehinweis:
Verband landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich
GF DI Monika Berl
Tel. 01/533 00 32
 
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